Titelaufnahme

Titel
Auswirkung unterschiedlicher Anlagetechniken von Kinesiotape auf Schmerzschwelle und Schmerztoleranz am Beispiel des nichtspezifischen Nackenschmerz.
Weitere Titel
The effect of different application techniques of Kinesiotape on pain threshold and pain tolerance in nonspecific neck pain.
VerfasserWalla, Lukas
GutachterSchnell, Daniela
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In den letzten Jahrzehnten wurde die Physiotherapie von einem Phänomen überrollt – Softtaping. Kinesiologisches Tape wird als therapieunterstützende Maßnahme ein­gesetzt und ist für die meisten muskuloskeletalen Krankheitsbilder geeignet.

Die Therapiemethode des kinesiologischen Tapings erhielt nach den olympischen Som­merspielen 2008 einen enormen Popularitätsschub. Seit dem haben sich viele verschie­dene Taping-Methoden weltweit, aber auch im deutschspra­chigem Raum etabliert. Jede Methode verwendet unterschiedliche Zugangspunkte (Haut­vorschub, Ursprung/Ansatz, Farblehre, Crosstape, etc.)

Die einzige Gemeinsamkeit aller Konzepte scheint der Einsatz von Softtape zu sein.

In klinischen Studien werden therapiegerechte Anlagen (Interventionsgruppe) mit so­genannten „sham“ Anlagen (Kontrollgruppe) verglichen. Die Sham-Anlagen sind optisch je­doch meistens nicht mit der therapeutischen Anlage ident. Nach meinem Informations­stand gibt es keine Studien, bei denen die Sham-Anlagen optisch der therapeutischen An­lage gleichen.

Der nichtspezifische Nackenschmerz ist ein häufig auftretendes Phänomen im klinischen Alltag. Hierbei handelt es sich um einen Schmerz, dem keine eindeutige Ursache zu Grunde liegt.

Als Therapie hat sich in den letzten Jahren, neben der Gabe von Schmerzmitteln, die phy­siotherapeutische Behandlung etabliert.3 Konsequentes Krafttraining (egal ob Kraft­ausdauer- oder Hypertrophietraining) hat sich als eine geeignete Methode für die Redu­zierung des subjektiven Schmerzempfindens beim nichtspezifischem Nackenschmerz er­wiesen.

In klinischen Studien hat sich hierbei die Messung mittels des Pressure Pain Threshold als reliabel erwiesen.

PhysiotherapeutInnen steht eine Vielzahl an Fortbildungen zur Verfügung. Man kann ver­schiedene Methoden zur Verwendung kinesiologischem Tapes erlernen. Der klinische Er­folg dieser therapieunterstützenden Maßnahme wurde jedoch noch nicht wissenschaftlich nach­gewiesen.

Hiermit stellt sich die Frage, ob die konzeptbasierte Applikation eine deutlichere Reduktion von Schmerz bei nichtspezifischem Nackenschmerz am Patienten erzielt, als ein konzept­frei geklebtes Tape. Würde dies nicht eintreten, so könnte man die Wirkung durch einen Placebo-Effekt in Frage stellen. Durch weitere Studien könne man forschen, ob dies auch bei anderen Wirkungsweisen der konzeptgebundenen Applikation von kinesiologischem Tape der Fall ist. Weitergedacht würde dies zu einer Entkräftigung der konzeptbezogenen Tape-Applikation führen.

Das Ziel dieser Arbeit ist, die kurzfristigen Auswirkungen von unterschiedlichen Applikati­onstechniken kinesiologischen Tapes beim NSNS zu vergleichen.

Im Rahmen der Bachelorarbeit 2 werden die Ergebnisse einer empirischen Studie präsen­tiert. In dieser Studie soll zu einer Beantwortung der zentralen Fragestellung führen. Auf die Ausführung des theoretischen Hintergrunds und einer „Introduction“ wird in der Bache­lorarbeit 2 verzichtet und auf die Bachelorarbeit 1 verwiesen (siehe beigefügte Arbeit).