Titelaufnahme

Titel
Kompetenz in der Befundung und Behandlung von bindegewebigen Strukturen im PT-Prozess – Sichtweise von Studierenden der Physiotherapie
Weitere Titel
Competence in diagnosis and treatment of connective tissue in PT-process - perspective of physiotherapy students
AutorInnenDorninger, Maria
GutachterAugesky-Stocker, Doris
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bindegewebe / Faszie / Kompetenz Physiotherapie / Nomenklatur
Schlagwörter (EN)connective tissue / fascia / competence physiotherapy / nomenclature
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Bindegewebe ist im menschlichen Körper in vielen unterschiedlichen Ausprägungen und mit unterschiedlichen Funktionen vorhanden. Die Nomenklatur von Bindegewebe und Faszie, als ein Teil des Bindegewebes, wird sehr unterschiedlich verwendet und führt so zu Unklarheiten in ihrer Definition. Im Gespräch mit Studierenden der Physiotherapie entstand der Eindruck, dass es hier Unsicherheiten gibt und das Thema „Faszie“ in der Ausbildung wenig behandelt wurde. Dadurch ergibt sich die Frage, warum sich Studierende im Bereich des Bindegewebe und der Faszien nicht kompetent fühlen. Dazu wurde eine Literaturrecherche in Bezug auf die Nomenklatur und eine Befragung der Studierenden der FHCW durchgeführt.

Methodik: In der Literaturrecherche wurden die Begriffe Bindegewebe und Faszie aus histologischer Sicht und in Bezug auf die Nomenklatur im deutsch- und englischsprachigen Raum geklärt. Die empirische Untersuchung wurde exemplarisch am Studiengang für Physiotherapie an der FHCW mit den Studierenden im 3. Ausbildungsjahr durchgeführt. Neben der Selbsteinschätzung der Kompetenz waren noch Fragenblöcke zur Nomenklatur und zu den Lehrveranstaltungen zu beantworten.

Ergebnisse: Mit der Rücklaufquote von 46% haben sich die Studierenden zu 63% als „kompetent“ und „eher kompetent“ eingeschätzt. Die übrigen 37% schätzen sich als „eher nicht kompetent“ und „nicht kompetent“ ein. Unterteilt man die Ergebnisse in Bindegewebe und Faszien fällt die Selbsteinschätzung im Bereich der Faszien schlechter aus. Diese Selbsteinschätzung ist beeinflusst durch die Nomenklatur, da die Studierenden schwer einschätzen können was unter den Begriff Faszie fällt. Des Weiteren können sie sich schlechter an die Lehrveranstaltungen, in denen Faszien behandelt wurden, erinnern, als an Lehrveranstaltungen in denen Bindegewebe behandelt wurde.

Schlussfolgerung: Die Nomenklatur des Bindegewebe und der Faszien beeinflusst die Selbsteinschätzung der Kompetenz. Einerseits spielt die Abgrenzung der Begriffe Bindegewebe und Faszien eine Rolle. Andererseits ist die Wiedererkennung der einzelnen Gewebe als Bindegewebe gering, da viele Strukturen mit dem Eigennamen benannt wer-den und nicht unter dem Namen Bindegewebe besprochen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: In the human body connective tissue exists in very different ways with different functions. The nomenclature of connective tissue and fascia, as a part of connective tissue, is used in very different ways and leads to unclear definitions. In discussion with students of physiotherapy the following impression has been developed: Students feel unsure about the mentioned subject and have the feeling to hardly have heard anything about it during their education. Therefore it was examined, by means of research of specific literature and a questionnaire for the students of FHCW, why students do not feel competent in the area of connective tissue and fascia.

Method: Through the literature research the terms „connective tissue“ and „fascia“ were defined from the histological point of view and the different nomenclatures in German and English. The empirical part, i.e. the questionnaire, was carried out with students from FHCW in their last year of education. The questionnaire includes questions about the respondents’ competence in this field, nomenclature and the lectures during their educa-tion.

Main Results: With a rate of return of 46%, 63% of the students estimated themselves as „competent“ and „rather competent“. The other 37% estimated themselves as „rather not competent“ and „not competent“. If the results are divided into the topics „connective tis-sue“ and „fascia“, the self-estimation of competence for fascia is worse.

This self-estimation is influenced by the nomenclature and the fact that students do not know what belongs to the term „fascia“.

Furthermore they remember classes which dealt with fascia less than classes about where connective tissue was discussed.

Conclusion: The nomenclature of connective tissue and fascia influences the self-estimation of competence. On one hand the distinction of the two terms plays an important role and on the other hand the recognition of the single tissues as connective tis-sues is little, because a lot of structures are called by their specific name and are not discussed under the term „connective tissue“.