Titelaufnahme

Titel
Relevanz, Effektivität und Auswirkungen : des High Intensity Ausdauertraining auf die Fatique bei Patientinnen mit Mammakarzinom
Weitere Titel
Relevance, effectiveness and impact of high intensity endurance training on Fatique in breast cancer patients
AutorInnenTrummer, Melanie
GutachterKainzbauer, Georg
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Neben der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie hat auch die Medizinische Trainingstherapie einen wichtigen Stellenwert in der physiotherapeutischen Betreuung von Brustkrebspatientinnen. Wie bereits erforscht, hat moderates Ausdauertraining positive Auswirkungen auf das Kardio-Respiratorische System, das Immunsystem und die Psyche bei Patientinnen mit Mammakarzinom.

Frisch et al. konnten bereits 1985 beobachten, dass Frauen, welche in ihrer Jugend Sportlerinnen waren, ein niedrigeres Brustkrebsrisiko hatten als jene, die keinen Sport betrieben.

Ich möchte in meiner zu behandelnden Arbeit gerne Bezug darauf nehmen, inwiefern das Ausdauertraining heute unter physiotherapeutischen Gesichtspunkten bei Brustkrebspati-entinnen zum Einsatz kommt.

Weiters möchte ich gerne recherchieren, welche Parameter sowohl bei aeroben als auch bei aneroben Ausdauertraining beachtet werden müssen und welche Effekte aus dem aneroben Ausdauertraining resultieren.

Da Krebs noch immer die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauferkrankungen ist, erscheint es für mich als wichtig, herauszufinden, wodurch man aus physiotherapeuti-scher Sicht mittels aeroben u. aneroben Ausdauertrainings auf die Fatique einwirken kann und somit eine mögliche Rückfallqoute bei Patientinnen mit Brustkrebs beeinflussen kann!

Ich möchte in meiner Arbeit gerne verifizieren, dass die medizinische Trainingstherapie sowohl in der Akutphase aber vor allem in der Nachbetreuung von PatientInnen mit Mammakarzinom einen wichtigen Stellenwert in der Arbeit von Physiotherapeuten dar-stellt.

Mehrere Studien berichten über moderates Ausdauertraining als zusätzliche Behand-lungsmaßnahme zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens bei Pati-entinnen mit Mammakarzinom.

Ausdauersportarten wie Radfahren, Walken, Schwimmen sind für Patientinnen mit Brust-krebs empfehlenswert.

Kurz nach einer Brustkrebsoperation sollte auf Sportarten wie Nordic Walking oder Schi-langlauf auf Grund des erhöhten Armeinsatzes eher Abstand gehalten werden.

Wenn ein PatientIn zum ersten Mal Ausdauersport betreibt, sollte mit einem Pulsmessge-rät trainiert werden. Laut Baumann & Schüle hat sich eine obere Pulsgrenze von 180 - Lebensalter für moderates Ausdauertraining bewährt. Es wird jedoch empfohlen, dass eine obere Herzfrequenz von 150 nicht überschritten werden soll.

Ein Training von mindestens 10 Minuten am Stück sollte zu Beginn angestrebt werden.

Baumann und Schüle geben an, dass mit onkologischen Patienten ausschließlich im ae-roben Bereich trainiert werden soll. Durch diese AT-Trainingsform ergeben sich so die gewünschten Effekte, auf welche genauer in der Bac 2 eingegangen werden.

Weiters empfehlen Baumann und Schüle 3mal die Woche für mindestens 30-45 Minuten Bewegung zu machen, ideal wäre jedoch, dass mindestens 1- bis 2-mal pro Woche Aus-dauersport in Kombination mit einer Einheit „Gymnastik“ in Form von Kraft bzw. Koordina-tionstraining von den Patienten absolviert wird.

Laut Jones et al. konnte ein kurzes Aerobic Training im anaeroben Bereich bei Patienten nach einem operativ entfernten Lungenkarzinom durchgeführt werden. In der Studie kam u. A. heraus, dass das Aerobictraining mit diesen Patienten durchaus durchführbar ist und Verbesserungen der Lebensqualität mit sich bringt.

Auf diese Studie wird in Bac2 genauer eingegangen.