Titelaufnahme

Titel
JUNGE FRAUEN IM STRAFVOLLZUG.Wie gestalten sich die Lebensumstände von jungen Frauen in der Haft?
Weitere Titel
What are the characteristics of living conditions for young female prisoners? – How can the support system improve their living situation?
VerfasserTraxler, Michaela
GutachterHammer, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeDezember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Empirische Studie / Frauen / Gefängnis / Helfersysteme / Kriminalität / Lebensumstände / Sozialer Dienst / Strafvollzug / Straffälligkeit
Schlagwörter (EN)empirical study / women / prison / support systems / living conditions / social service / penal system / delinquency
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Junge inhaftierte Frauen stellen in den österreichischen Justizanstalten zahlenmäßig eine Randgruppe dar, weshalb es bis dato wenig Fachliteratur oder empirische Untersuchungen gibt.

Das Hauptinteresse der folgenden Arbeit besteht darin, die Lebensumstände dieser Zielgruppe zu erforschen und zu beschreiben.

Die Frauen haben zumeist bereits in ihrer Vergangenheit traumatische Erlebnisse, wie Vernachlässigung, Missbrauchserfahrungen und Gewalt gehabt, die womöglich auch Auslöser für straffälliges Verhalten gewesen sind. Zusätzlich zu ihrer schwierigen Vergangenheit, entsteht für die Frauen durch die Haft oft eine ausweglos erscheinende Situation, die meist gekennzeichnet ist durch Kontaktabbrüche, psychische aber auch physische Erkrankungen, Drogenabhängigkeit, Gewalt und Aggression, fehlende oder nicht abgeschlossene Ausbildungen. Daher benötigen viele bei der Lebensführung und bei der Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit Unterstützung durch die psychosozialen Helfersysteme.

Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Situation inhaftierter Frauen sowie den Hintergründen der Frauenkriminalität. Im nächsten Teil wird dann literaturgestützt auf lebensweltorientierte Themen, wie soziale Kontaktpflege, Gesundheit, Substanzabhängigkeit, Gewalt und Arbeit- bzw. Ausbildungsmöglichkeiten während der Haft, sowie auf die Unterstützungsmöglichkeiten der Helfersysteme eingegangen. Der dritte Teil widmet sich den empirischen Daten aus durchgeführten Interviews mit jungen inhaftierten Frauen und dem Sozialen bzw. Psychischen Dienst. Im letzten Teil wird eine Projektidee im Hinblick auf verstärkte psychosoziale Betreuung beschrieben.

Zusammenfassung (Englisch)

Young female inmates form a numerical fringe group in Austrian prisons, causing a lack of corresponding scientific literature and empirical studies to date.

Therefore, the main scientific goals of the following thesis are, after describing the living conditions of the target group, to obtain profound insight into these findings through empirical research.

Most women have had traumatic experiences in their past, such as neglect, abuse and violence, which have been possibly also a trigger for their delinquent behavior.

Adding to the women's difficult past, the imprisonment creates an often hopeless appearing present, marked by broken social ties, mental but also physical health problems, drug addiction, violence and aggression, missing or unfinished job trainings.

Therefore, many need support by psycho-social care.

The first part of the thesis deals with the situation of imprisoned women, as well as the backgrounds of their criminal activity.

The next, literature-based, part discusses topics of the social environment, such as social ties, health, drug addiction, violence, as well as educational and work programs, and support possibilities of the psychosocial support system.

The third part devotes itself to the empiric data from interviews conducted with young female inmates and social workers or psychologists. In the last part, a project idea is described regarding the reinforcement of psycho-social support.