Titelaufnahme

Titel
Expression und Funktion der Dickkopfproteine im Zuge der Dezidualisierung
Weitere Titel
Expression and function of Dickkopf during decidualization
VerfasserTarasiewicz, Miriam
Betreuer / BetreuerinKnöfler, Martin ; Stefanik, Veronika
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Dezidua / Dezidualization / Dickkopf / Dickkopf1 / Dickkopf3 / Dickkopfproteine / DKK1 / DKK3 / Endometrium / Wnt / Wnt pathway
Schlagwörter (EN)Decidua / Decidualization / Dickkopf / Dickkopf1 / Dickkopf3 / Dickkopf proteins / DKK1 / DKK3 / Endometrium / Wnt / Wnt pathway
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund. Dezidualisierung wird durch eine Vielzahl and Prozessen definiert, welche das Endometrium auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten sollen. Ein großer Teil der involvierten, molekularen Regulatoren ist hierbei immer noch schlecht verstanden oder unbekannt. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass kanonischem Wnt-Signalling im Dezidualisierungsprozess eine besondere Rolle zukommen könnte. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Funktion der Dickkopfproteine in humanen, stromalen Deziduazellen (HDSC), welche für ihre inhibierende Wirkung auf Wnt-Signalling bekannt sind.

Methodik. Die Lokalisationen von DKK1 und DKK3 (während verschiedener Stadien der Dezidualisierung) wurden mithilfe von indirekter Immunfluoreszenz an Gewebeproben aus humanem Endometrium und Dezidua untersucht. Zwei Zellkulturexperimente wurden mittels HDSC durchgeführt - ersteres, um die mRNA-Level von DKK1 und -3 während der Dezidualisierung zu untersuchen, und zweiteres um den Effekt von DKK1 auf die Dezidualisierungsmarker Prolactin und IGFBP1 auf mRNA-Ebene zu analysieren. Resultate wurden nach Stimulation der Zellen mittels RNA-Extraktion, cDNA-Synthese und Realtime-PCR erzielt.

Ergebnisse. Während DKK1 in Endometriumproben sowohl in Drüsen als auch in stromalen Zellen lokalisiert werden konnte, zeigte sich DKK1 in Deziduaproben nur mehr im Stroma. DKK3-Färbungen zeigten kein so deutliches Bild, es befand sich ebenfalls hauptsächlich im Stroma. Die Behandlung von HDSC mit EP bewirkte eine signifikante Steigerung der DKK1-mRNA nach 3 Tagen, nach Stimulation mit cAMP und cEP kam es zu keiner Steigerung. Steigerungen der DKK3-mRNA zu den gleichen Bedinungen an Tag 3 waren weitaus kleiner und zeigten keine Signifikanz. Die Stimulation von HDSC mittels DKK1 führte nach 3 Tagen zu erhöhten Leveln von sowohl Prolaktin als auch IGFBP1.

Conclusio. Die Lokalisation von DKK1 und DKK3 verändert sich mit fortschreitender Dezidualisierung und unterscheidet sich zwischen humanem Endometrium und Dezidua. Die Expression von DKK1 mRNA konnte durch Stimulation mittels cAMP, EP und cEP signifikant verändert werden, während dies für DKK3 nicht der Fall war. Dies könnte darauf hindeuten, dass DKK3 während der Dezidualisierung in HDSC nicht reguliert ist, oder dass nur eine Isoform von DKK3 (welche nicht einzeln untersucht wurden) betroffen ist. Da Stimulation von HDSC mit rekombinantem DKK1 sowohl eine Induktion von Prolaktin als auch IGFBP1 zur Folge hatte, deutet dies zusätzlich auf die wichtige Rolle von DKK1 während der Dezidualisierung in HDSC hin.

Zusammenfassung (Englisch)

Background. Decidualization in humans is defined by a number of processes that prime the endometrium for pregnancy. A lot of the molecular regulators involved are still poorly understood or unknown. Recent findings suggest that canonical Wnt signalling plays an important role in decidualization, therefore this thesis deals with the role and function of Dickkopf proteins in human decidual stromal cells (HDSC), which are known inhibitors of Wnt.

Methods. Indirect immunofluorescence was used to locate DKK1 and DKK3 in tissue samples of human endometrium and decidua during different stages of decidualization. Two different cell culture experiments with subsequent RNA extraction, cDNA synthesis and realtime PCR were carried out to 1) examine mRNA levels of DKK1 and -3 upon decidualization and 2) investigate whether treatment of DKK1 is able to increase mRNA levels of decidualization markers in human decidual stromal cells.

Results. In endometrial samples, DKK1 was located in glandular epithelium and the stromal compartment, in decidua samples it completely vanishes from glands. DKK3 stainings were not as distinct and it could mostly be found in the stromal area. Treament of HDSC with EP was able to icrease DKK1 mRNA after 3 days, while cAMP and cEP didn’t. Increases of DKK3 upon stimulation were far smaller and never significant. In HDSC, both PRL and IGFBP1 (decidualization markers) increased upon stimulation with DKK1 on day 3 of stimulation.

Conclusions. Immunofluorescence stainings revealed different localizations of DKK1 and -3 at different stages of decidualization (and between human endometrium and decidua). Treatment of HDSC with EP was able to significantly alter DKK1 mRNA expression on day 3, while cAMP and cEP didn’t. DKK3 mRNA levels almost didn’t increase on day 3 - this could be due to DKK3 not being regulated during decidualization at all, or via suppression of a single regulated isoform. Both PRL and IGFBP1 levels in HDSC were increased after 3 days of stimulation with recombinant DKK1, suggesting that DKK1 serves as an important regulator during decidualization in human decidual stromal cells.