Titelaufnahme

Titel
Charakterisierung der Auswirkung von p53 Proteinmutationen, die in Kohorten schwedischer Patienten mit TP53 Keimbahnmutationen gefunden wurden
Weitere Titel
Characterization of the Effect of Mutated p53 Protein Found in the Swedish Cohort of Patients with Germline TP53 Mutation
VerfasserKrall, Moritz
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)TP53 / p53 / Keimbahnmutationen / Apoptose / Zellzyklus
Schlagwörter (EN)TP53 / p53 / germline mutations / apoptosis / cell cycel
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das TP53 Tumorsuppressorgen wird als eines der wichtigsten Tumorsuppressorgene im menschlichen Organismus angesehen. Seit der erstmaligen Entdeckung vor nun mehr als 30 Jahren wurde eine gewaltige Menge an Forschungsarbeit durchgeführt, um ein besseres Verständnis über das Gen, die Funktion des codierten Genprodukts p53 sowie über dazugehörige intrazelluläre Abläufe zu erhalten. Ein tieferes Verständnis über die Rolle von p53 in der Entstehung von Krebs könnte der Schlüssel zur Entdeckung neuer Angriffspunkte zur Behandlung eine Vielzahl verschiedenster Krebsarten sein. Somatische Mutationen in TP53 gelten als sehr häufig und können in etwa 50% aller bösartigen Tumore nachgewiesen werden. Mutationen im Erbgut hingegen treten mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit auf, führen jedoch zur Entwicklung komplexer Syndrome, wie etwa dem Li-Fraumeni Syndrom. Jene Personen neigen zur Entwicklung einer Vielzahl verschiedenster Tumore, oft schon sehr in sehr frühem Alter. Im Zuge dieses Projekts wurden acht bislang unbekannte Mutationen charakterisiert, welche in einer Kohorte schwedischer Patienten mit besagter Erbgutmutation gefunden wurden. Parameter wie intrazelluläre Lokalisierung sowie Effekte auf die Regulation von Apoptose sowie Zellzyklus wurden untersucht. Es wurde entdeckt, dass gewisse Mutationen trotz massiven genetischen Veränderungen in der Lage sind, in den Nucleus einzudringen und dort als Regulatoren für wichtige Proteine im Kampf gegen Krebsentstehung zu wirken.

Zusammenfassung (Englisch)

The TP53 tumor suppressor gene is considered to be one of the most important tumor suppressor genes in humans. Since its initial discovery more than 30 years ago, a tremendous amount of research has been conducted, with the aim to gain a better understanding of the gene itself, the function of the encoded protein p53 and of many associated pathways and proteins. A deeper insight into the role of p53 in cancer development is thought to be the key to find new targets for effective treatments against a huge variety of cancer. Somatic mutations in TP53 can be observed in about 50% of malignant human tumors, while germline TP53 mutations as not as common, but can lead to develop complex cancer syndromes such as Li-Fraumeni Syndrome. Individuals with inherent mutant TP53 are prone to develop various kinds of cancer, some at a very early age of onset. In the course of this project, eight novel mutations, found in a Swedish cohort of patients with germline TP53 mutations, were characterized to assess their intracellular localization as well as the effects on the regulation of apoptosis and cell cycle. It was shown, that some mutant p53 proteins are, despite severe genetic alterations, still capable of entering the nucleus and act as regulators for proteins vital in the fight against cellular stress and cancer development.