Titelaufnahme

Titel
Die Manifestation von Erkrankungen der inneren Organe im subcutanen Bindegewebe und ihre Bedeutung im Clinical Reasoning Prozess
Weitere Titel
The manifestation of diseases of internal organs in the subcutaneous connective tissue and its significance in the clinical reasoning process
VerfasserZach, Nicole
Betreuer / BetreuerinAugesky-Stocker, Doris
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)subcutanes Bindegewebe / Bindegewebszonen / Clinical Reasoning Prozess / Erkrankungen der inneren Organe
Schlagwörter (EN)subcutaneous tissue / connective tissue zones / clinical reasoning process / diseases of internal organs
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Das Untersuchungs- und Behandlungskonzept der Bindegewebsmassage von E. Dicke und H. Teirich-Leube basiert auf der Annahme, dass sich Erkrankungen der inneren Organe und Störungen des Bewegungsapparates als reflektorische Krankheitszeichen der Unterhaut äußern können.

Zentrale Fragestellung: Wie manifestieren sich Erkrankungen der inneren Organe im subcutanen Bindegewebe und welche Bedeutung haben Bindegewebszonen im Clinical Reasoning Prozess?

Methodik: Durch eine nicht- empirische Literaturarbeit wurden die erforderlichen Daten und fachlichen Grundlagen zusammengetragen. Einschlägige Fachliteratur wurde aus den Bibliotheken der FH Campus Wien und der FH Oberösterreich herangezogen, um Fachbegriffe definieren und Zusammenhänge verdeutlichen zu können. Die elektronischen Datenbanken Pubmed, Pedro und Science Direct wurden anschließend auf relevante Studien und Artikel durchsucht, um den aktuellen Wissensstand zu definieren. Als Suchbegriff wurden „connective tissue massage“ in Kombination mit „theory“, „manipulation“ und „clinical evidence“ verwendet. Weitere Studien wurden per Handsuche mittels Durchsicht vorhandener Literaturverzeichnisse von verwendeten Quellen recherchiert. Es konnten sieben-, für die zentrale Fragestellung, relevante Studien gefunden werden.

Ergebnisse: Erkrankungen der inneren Organe manifestieren sich im subcutanen Bindegewebe als sogenannte Bindegewebszonen. Diese pathologischen Gewebsveränderungen weisen verschiedene Qualitäten auf und können in Quellungen, Einziehungen und Spannungsveränderungen unterschieden werden. Trotz der geringen Unterschiede in der Lokalisation, lässt sich eine Gesetzmäßigkeit in der Manifestation von Bindegewebszonen bei Erkrankungen der inneren Organe erkennen. Im Clinical Reasoning Prozess kann der/die Therapeut/Therapeutin mittels der Beschaffenheit einer Bindegewebszone auf die Art des Krankheitsgeschehens schließen. Somit lässt sich der Rückschluss von einer Spannungserhöhung auf eine Entzündung, von einer Einziehung auf ein rezidivierendes Organgeschehen und von einer Quellung auf ein akutes Geschehen ziehen.

Conclusio: Die Befundung der Bindegewebszonen stellt eine wichtige diagnostische Möglichkeit dar, um Rückschlüsse auf Art und Lokalisation des Krankheitsgeschehens schließen zu können. Um alle Störfaktoren eines Krankheitsgeschehens erkennen zu können, sollte die Untersuchung der Bindegewebszonen nicht als alleinige Befundmethode sondern als zusätzliche diagnostische Möglichkeit genutzt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: The examination and treatment concepts of connective tissue massage by E. Dicke and H. Teirich-Leube are based on the assumption, that intra-organic diseases and musculoskeletal disfunction may present themselves in reflexive symptoms of the subcutaneous tissue.

Question: How do diseases of internal organs manifest in the subcutaneous connective tissue and what is the significance of connective tissue zones in the clinical reasoning process?

Method: The necessary data and technical foundations were collected in a non-empirical literature research. Relevant specialist literature was obtained from the libraries of FH Campus Wien and FH Oberösterreich to define technical terms and to elucidate the connection between them. Then electronic databases such as PubMed, Pedro and SienceDirect were used for research of studies to determine the current state of knowledge. The keyword „connective tissue massage“ was used in combination with the terms „theory“, „manipulation“ and „clinical evidence“. Further studies were researched manually by examinting the references in already used sources. Seven relevant studies relating to the main issue were found.

Results: Visceral diseases manifest in subcutaneous connective tissue as so-called connective tissue zones. These pathological tissue alterations show different qualities and can therefore be distinguished through swelling, contractions and tension changes. Despite the low differences regarding the localization it is possible to determine a law in the manifestation of connective tissue zones for inner organ diseases. In the clinical reasoning process the therapist can determine the kind of disease genesis trough the nature of a connective tissue zone. Thus a tension increase may suggest an inflammation, a contraction may point towards a recurring organ problem and a swelling may indicate an acute event.

Conclusion: The examination of the connective tissue zones is an important diagnostic tool to draw conclusions from kind and localization of the disease genesis. To find all disturbing factors of a disease genesis, the connective tissue zones should not stand alone as diagnostic method but should rather be used as an additional method.