Titelaufnahme

Titel
Normalisierung mit Gefühl. Empathie in der Sozialen Arbeit
Weitere Titel
Normalization with feeling. Empathy in Social Work
VerfasserKatsivelaris, Nikolaos
GutachterBakic, Josef
Erschienen2012
Datum der AbgabeApril 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Empathie
Schlagwörter (EN)Empathy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Empathie wird in der Sozialen Arbeit häufig thematisiert, doch selten definiert. Ziel dieser Arbeit ist es, die normalisierenden Aspekte von Empathie in der Sozialen Arbeit herauszuarbeiten. Ausgehend vom Code of Ethics wird die Problematik eines vulgarisierten und idealisierenden Empathie-Begriffs aufgezeigt, wie er etwa in der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg zu finden ist. Zur Klärung der Funktion von Empathie in der Sozialen Arbeit wird dann im Anschluss an Foucault ein machtanalytischer Zugang gewählt. Ergänzt wird dieser Zugang durch einen feministischen Fokus auf eine patriarchale Idealisierung des Gefühls, die in der Geschichte der Sozialen Arbeit eine wichtige Rolle gespielt hat. Der Schwerpunkt liegt in der Folge auf einer Analyse des Empathie-Begriffs von Carl R. Rogers, der für das Case Work in der Sozialen Arbeit maßgeblich geworden ist. Das Resultat der Arbeit ist, dass die Übernahme des idealisierenden Rogersschen Empathie-Begriffs in der Sozialen Arbeit an eine Tradition der Leugnung ihres normalisierenden Auftrages anknüpft.

Zusammenfassung (Englisch)

Empathy is often an issue in Social Work, although the term is hardly ever defined. The aim of this paper is to focus on the normalizing aspects of empathy. The Code of Ethics serves as a starting point for discussing the problematic use of a vulgarized and idealizing definition of empathy, as it can be found e.g. in Marshall B. Rosenberg’s method of “Nonviolent Communication”. Foucault’s analysis of power structures helps then to clarify the professional function of empathy in Social Work. This Foucauldian approach is combined with a feminist enquiry into the patriarchic idealization of feeling, which has played an important role in the history of Social Work. The focus is then on Case Work, where Carl R. Rogers’ definition of empathy has been crucial. The paper shows that Rogers’ idealizing definition of empathy and its transfer to Social Work have contributed to a tradition that disavows the normalizing function of Social Work.