Titelaufnahme

Titel
Zustand nach höhergradigem Dammriss. Die Bedeutung für Folgegeburten.
Weitere Titel
Previous anal sphincter tears. The impact on subsequent deliveries.
VerfasserWaschier, Petra
GutachterVacek, Teresa
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Höhergradiger DR / DR III./IV. Grades / Folgegeburt / Wiederholungsrisiko / Anale Inkontinenz
Schlagwörter (EN)severe perineal trauma / anal sphincter tear / 3rd/4th degree perineal tear / subsequent delivery / risk for recurrence / anal incontinence
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der speziellen Situation Gebärender status post höhergradigem Dammriss und soll anhand einer Literaturrecherche einen Überblick über die Risiken und Probleme liefern, mit denen betroffene Frauen bei einer Folgegeburt kurz- und langfristig konfrontiert werden könnten.

Nach einer kurzen Einführung und Erläuterung fachspezifischer Begriffe steht im Hauptteil dieser Arbeit zur Diskussion, ob eine vaginale Folgegeburt, welche mit einem erhöhtem Risiko für eine neuerliche Sphinkterverletzung assoziiert ist, zu einer Steigerung der Stuhlinkontinenz-Rate führt. Den Risiken der vaginalen Folgegeburt stehen die Risiken des Kaiserschnitts gegenüber, welcher in Österreich jeder Frau st.p. Dammriss II./IV. Grades großzügig angeboten werden soll.

Neben der Klärung von Risiken für die Folgegeburt, wird auf Beratung und diverse Untersuchungsmethoden eingegangen, welche den Patientinnen zu einer informierten Entscheidung des Geburtsmodus verhelfen sollen. Mögliche Prophylaxen zur Verhinderung einer neuerlichen höhergradigen Dammverletzung bei vaginaler Folgegeburt werden am Ende des Hauptkapitels erörtert.

Nach eingehender Auseinandersetzung mit diesem Thema kommt die Autorin zu dem Fazit, dass bei mangelhaft untersuchter Studienlage mehr Forschung benötigt wird, um Frauen eine generelle Empfehlung für den optimalen Geburtsweg geben zu können. Welche Rolle die Folgeschwangerschaft und die vaginale Folgegeburt mit/ohne Wiederholungsriss bei der Entstehung analer Inkontinenz spielt, bleibt offen. Grundsätzlich haben Frauen st.p. Dammriss III./IV. Grades ein erhöhtes Risiko für anale Inkontinenz, ein Ausbleiben dieser Symptomatik kann jedoch auch durch den Kaiserschnitt nicht garantiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The emphasis of the following thesis lies on the special situation of pregnant women, who have sustained a third or fourth degree perineal tear during a previous delivery. This thesis provides an overview of short- and longterm risks and problems, that affected women may deal with.

After a short introduction and explanation of terms, the main part of this work deals with the question, if a subsequent vaginal delivery, which is associated with an elevated recurrence risk for sphincter tears, leads to an increased rate of anal incontinence. Cesarean section, if recommended to every affected pregnant woman in Austria, also comes with risks that shouldn`t be overlooked.

Further, the work focuses on counseling and different examination methods, that may help women to decide the following method of delivery, while helping them make an informed decision. Potential prophylactic treatment to minimize recurrence of sphincter tears during vaginal delivery are described at the end of the main chapter.

After only little evidence based knowledge is available about the investigated issue, the author of this thesis comes to the conclusion, that more research is needed for giving affected women a general recommendation on the method of delivery for a subsequent birth. It is still uncertain how factors like subsequent pregnancy and subsequent vaginal delivery with/without recurrence of sphincter rupture influences the occurance of anal incontinence.

The risk suffering from anal incontinence is increased, in general, among women who have sustained a sphincter rupture during vaginal delivery and it can ́t be guaranteed, that anal incontinence is prevented by having a cesarean section.