Titelaufnahme

Titel
Stereotype in der Sozialen Arbeit - Reproduktion und Reflexion verinnerlichter Bilder am Beispiel des Amtes für Jugend und Familie
Weitere Titel
Stereotypes in Social Work - reproduction and reflection of internalised pictures using the example of the youth welfare office
VerfasserPrim, Pia-Caroline
GutachterKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Amt für Jugend und Familie / Stereotype / Intersektionalität / empirische Forschung / episodisches Interview
Schlagwörter (EN)youth welfare office / stereotypes / intersectionality / empirical research / episodic interview
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Denken in Stereotypen in der Sozialen Arbeit am Jugendamt, beziehungsweise mit der Frage inwiefern es eine Rolle in der sozialen Arbeit am Jugendamt spielt und Erzählungen und Handlungen prägt.

Der einleitende Theorieteil beschäftigt sich mit der geschichtlichen Entwicklung von Herrschaftsverhältnissen in der gesellschaftlichen Ordnung, den verschiedenen Ausprägungen von Stereotypen (insbesondere mit Fokus auf Geschlecht und ethnische Herkunft), Intersektionalität (Forschungen und Analysen, die sich auf soziale Ungleichheit zwischen Personengruppen beziehen), wie auch mit Hintergrundinformationen über die tägliche Arbeit am Jugendamt.

In weiterer Folge werden die Ergebnisse der eigentlichen Forschungsarbeit ausgeführt. Es wurden zehn Interviews im episodischen Stil geführt, die transkribiert und auf eine Reihe von verschiedenen Kategorien hin untersucht wurden. Als für die Arbeit relevant haben sich vier Kategorien herauskristallisiert: ethnische Herkunft, psychische Erkrankungen, Familienbilder und Geschlechterrollen. Die Schilderungen und Beschreibungen dieser Kategorien durch die Interviewpartner werden durch Herausgreifen von einzelnen Textpassagen genauer beleuchtet. Der Anspruch dieser Arbeit soll darin bestehen, aufzuzeigen, dass Stereotype etwas zutiefst Menschliches sind, und nur deren Bewusstmachung und der Umgang mit ihnen den Unterschied macht. Auch in den Interviews zeichnet sich dieses Bild ab. Auf den Befunden aufbauend wird ein Entwurf eines Projekts skizziert, welches sich mit der Reflexion der vorhandenen Stereotypen beschäftigen soll, und eine bereits in der Ausbildung der Sozialarbeiter*innen verankerte Thematisierung damit vorsieht.

Zusammenfassung (Englisch)

In this paper we discuss the phenomenon of thinking in stereotypes within the work in youth welfare offices or rather how these stereotypes are affecting work concerning reporting and acting.

The introductory theoretical part deals with the historical development of societal authority relations, with different forms of stereotypes (particularly those by gender, ethnic origin), intersectionality (research and analysis which focus on the social inequality between several groups), as well as with background information about the daily work in these offices.

In the subsequent part the actual findings of the research are presented. We made ten episodical interviews that were transcribed and analysed for a set of categories. There were four categories that turned out to be relevant for this research: questions of ethnic origin, mental disorders, family images and gender roles. Then these categories as described by the interviewees are being analysed by picking out certain text passages. The focus of this paper is to show that thinking in stereotypes is human and merely the effort of thinking about them consciously makes the difference. This picture can also be seen in the interviews. Based on the findings we try to draft a project proposal, which deals with the reflection of existing stereotypes and tries to implement this during the whole social work education.