Titelaufnahme

Titel
Die Moral der österreichischen Polizeibediensteten im Wandel der Zeit
Weitere Titel
The moral of the Austrian police officers in the course of time
VerfasserBlöchinger, Robert
Betreuer / BetreuerinHochreiter, Ronald ; Kodydek, Georg
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)1. Republik / 2. Republik / BM.I / Beamten-Dienstrechtsgesetz / Bundespolizei / BürgerInnen-Anliegen / BürgerInnen-Rechte / Demonstrationen / Ethik / Bundesgendarmerie / Gesellschaft / Gewaltmonopol / Kaiser / Kriminaldienst / Monarchie / Moral / Korruption / Österreich-Ungarn / Sicherheitswache / Sicherheitspolizeigesetz / Versammlungsrecht / Waffengebrauchsgesetz / Zusammenlegung
Schlagwörter (EN)1st Republic / 2nd Republic / Department of the Interior / Civil service law / Federal police / Citizens concerns / Civil rights / Demontrations / Ethics / Federal Police / Society / State monopoly / Imperator / Detective service / Monarchy / Morality / Corruption / Austria-Hungary / Security guard – Federal Police / Security Police Act / Right of assembly / Use of weapons law / Consolidation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Jahrhundertelang war der österreichische Kulturraum geprägt von einem starken Obrigkeitsverhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürger und staatlicher Autorität.

Scheinbar Autorität ausstrahlende Amtsbezeichnungen waren allgegenwärtig, das Verhalten der öffentlich Bediensteten und deren Selbstverständnis demgemäß.

Dies war unabhängig von der herrschenden Regierungsform (Monarchie, Republik).

Seit Beginn der ca. 1990er Jahre war aber ein Umbruch bei den Begrifflichkeiten festzustellen.

So wurden z.B. einige „Ämter“ zu „Servicestellen“ und Schlagworte wie „Dienstleitung an der Bürgerin und am Bürger“ mit Leben erfüllt.

Dieser Umbruch hat durchaus am Rollenbild der öffentlich Bediensteten und derer gesellschaftlicher Stellung Spuren hinterlassen.

So wurden die öffentlich Bediensteten binnen weniger Jahre (im Vergleich zu der jahrhundertelangen beinahe unveränderten gesellschaftlichen Stellung) vom „hohen Thron“ gestoßen und finden sich in Mitten eines öffentlichen Wettbewerbs. Auch können staatlichen Dienstleistungen genauso gemessen und bewertet werden, wie sie z.B. als Kennzahlen im Privatwirtschafts/Service-Bereich angelegt werden.

Diese Studie untersucht die Auswirkungen auf die Moral der öffentlich Bediensteten die diese Veränderung hervorgerufen hat am Beispiel der Polizeibediensteten.

Wie hat sich dieser fühlbare Autoritätsverlust auf die Moral der Polizeibediensteten ausgewirkt?

Wie hat sich das Verhältnis der Polizeibediensteten zu den Bürgerinnen und Bürgern verändert?

Wie hat sich das Selbstverständnis (Eigenwahrnehmung des Berufsbildes) der Polizeibediensteten verändert?

Zusammenfassung (Englisch)

For centuries the Austrian cultural area was distinguished by dominant power relations between the state and the citizens.

Titles that emanated ostensible authority were ubiquitous and manifested in the officials' self-conception and their behavior.

This phenomenon was independent from the form of government (monarchy, republic).

Since the beginning of the 1990s, a change has taken place in the terminology.

For example, some “bureaus” became “service centers” and slogans such as “services to citizens” were rejuvenated.

This change has had a discernible effect on the role of public officials and their position in the society.

Within a few years (in contrast to the nearly unchanged social position they possessed for centuries) public officials were “thrown off the throne” and they find themselves entangled in a public competition amongst each other. Also public services can be measured for efficiency through key figures, just as it is done in the private sector.

This study examines the effects of these changes on the morale of public officials on the example of police officers:

How has this palpable loss of authority affected the morale of police officers?

How has the relationship between police officers and citizens changed?

How has the self-conception (self-perception of the occupational image) of police officers changed?