Titelaufnahme

Titel
Traumatisierung in der Flüchtlingshilfe : Handlungsrichtlinien, Haltungskompetenzen und Methoden für die Soziale Arbeit
Weitere Titel
Traumatization in the refugees work. Guidelines, professional attitudes and methods for social work.
VerfasserKrobath, Sabine
Betreuer / BetreuerinKeil, Sylvia
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Trauma / Traumatisierung / Flüchtlinge / Flucht / Methoden / Handlungsrichtlinien im Flüchtlingsbereich / Haltungskonzepte / posttraumatische Belastungsstörung / Sekundärtraumatisierung
Schlagwörter (EN)traumatization / trauma / flight / refugee / methods / guidlines in the refugees work / professional attitudes / posttraumatic stress disorder / secondary traumatization
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Traumatisierung ist in der Flüchtlingshilfe ein großes Thema. Im Herkunftsland, auf der Flucht und in der Aufnahmegesellschaft sind Flüchtlinge Situationen ausgesetzt, denen sie hilflos ausgeliefert sind und in denen sie oft massive Gewaltübergriffe erleben müssen. Die Aufnahmegesellschaft nimmt dabei meist nicht wahr, dass auch ihr ablehnendes Verhalten zu Retraumatisierungen führen kann, und auch die Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind meist nicht hinreichend vertraut mit der Materie. Betroffene werden schnell in andere Einrichtungen der psychosozialen Hilfe überwiesen, die sich dem Thema annehmen sollen. Im Alltag geht die Thematik meist unter und wird erst dann relevant, wenn es zu Verhaltensauffälligkeiten kommt. Dabei zeigt sich, dass gerade der Alltag eine zentrale Stellung in der Traumabearbeitung einnimmt, können in ihm doch neue Beziehung aufgebaut und Vertrauen zu Menschen neu gefasst werden.

In dieser Arbeit sollen neben Definitionen, vor allem Handlungsrichtlinien auf organisatorischer Ebene sowie Haltungskompetenzen für die Fachkräfte vermittelt werden. Klarstrukturierte Organisationen sind dabei besonders geeignet eine gute Flüchtlingsarbeit zu leisten, sowie eine persönliche Haltung von SozialarbeiterInnen die dem „Konzept des guten Grundes“ nach Scherwath und Friedrich (2012) folgt. Ein eigenes Kapitel ist den Methoden im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen gewidmet, hier werden informationsbasierende, partizipative als auch imaginative Methoden angeschnitten, die sich als praxisrelevant erwiesen haben.

Zusammenfassung (Englisch)

Trauma is observed to be major issue in the refugees work. In the country of origin, on the run and in the host society, refugees are exposed to situations in which they are helpless and where they must often experience massive violence assaults. The host society does not notice that their negative attitude towards refugees can lead to retraumatization, and also the social workers are often not sufficiently familiar with the topic. Traumatized refugees are quickly transferred to other facilities, which should cope with the subject. In everyday life, the issue is mostly overlooked and becomes only apparent, when it comes to behavioural problems. It turns out that the everyday life is critical in trauma therapy. In this setting refugees can build new relationships and trust in people can be recovered.

In this thesis, definitions will be explained, as well as guidelines for organizations and professionals dealing with refugees will be presented. Organizations with a clear structure seem to do a good work for refugees. The personal attitude of social workers is also important and should follow the “concept of good reason” defined by Scherwath and Friedrich (2012). A separate chapter is dedicated to the methods of dealing with traumatized refugees. Information based, participatory and imaginative methods are presented, which proved to be of practical relevance.