Titelaufnahme

Titel
Autonomie bei PalliativpatientInnen - Eine pflegeethische Herausforderung?
Weitere Titel
Autonomy of palliative care-patients - An ethical challenge in nursing?
VerfasserPetermann, Sandra
GutachterSchweiger, Sabine
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Sterbehilfe / Sterbebegleitung / Palliativcare / Patientenverfügung / Menschenwürde / Menschenrechte / Autonomie
Schlagwörter (EN)euthanasia / palliative care / human rights / human dignity / autonomy
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Sterbehilfe in Österreich ist nach wie vor ein kontrovers diskutiertes Thema. Dabei haben einige europäische Länder bereits vor Jahren ihre Zustimmung zur Liberalisierung erteilt. Und obwohl Studien belegen, dass unter bestimmten Voraussetzungen Sterbehilfe vorstellbar wäre, so ist es dennoch als sehr gut zu bewerten, dass in einem derart heiklen Thema keine voreiligen Entscheidungen getroffen werden. Somit sind der Autonomie jedoch Grenzen gesetzt und neue ethisch-kritische Diskussionen werden aufgeworfen.

Die unterschiedlichen Arten der Sterbehilfe haben zudem unterschiedliche Auswirkungen. Dabei ist das medizinische Personal durch das Gesetz sehr gut abgesichert. Pflegepersonen hingegen tragen sehr viel Verantwortung hinsichtlich der Aufrechterhaltung von Menschenwürde und Autonomie, erfahren aber aufgrund des Fehlens einer entsprechenden Pflegekammer keine rechtliche Unterstützung. Dennoch wird das Pflegepersonal bei fraglichem Patientenwillen ebenso zum Entscheidungsträger und damit zu einem wichtigen Bestandteil eines Prozesses bezüglich weiterer Vorgehensweisen.

Aber wie soll der Wille des Patienten/der Patientin ermittelt werden, wenn er/sie sich selbst dazu nicht mehr äußern kann? Im besten Fall verfügen die Patienten über eine Patientenverfügung. Selbst dann muss allerdings hinterfragt werden, ob der festgehaltene Wille regelmäßig aktualisiert wurde und ob zum entsprechenden Zeitpunkt der Wille nach wie vor besteht. Eine ethische Analyse kann und darf somit nicht ausbleiben.

Diesen und einigen Fragen mehr stellen die Grundlage der Arbeit dar und zeigen die aktuelle Situation zur Sterbehilfe in Österreich auf.

Zusammenfassung (Englisch)

Some parts of europe agreed with euthanasia partly or totally a long time ago. However in Austria euthanasia is still a highly controversial subject. Although studies had shown that killing by request would be supported by the population under specific circumstances. Therefore the autonomy is limited and nobody has an unlimited right to self-determination.

The different kinds of euthanasia have different kinds of legal effects. Mostly the position of medical practitioners are defended by law. However nurses bear the responsibility for keeping human dignity and autonomy. But experiences show that they just meet their obligations conditionally. Although nurses should be also decision-makers for their patients in difficult dispositions.

But how will we make right decisions if the patients are not able to express their wishes by their own? At best patients have recorded their living wills. But even if they did so there are many questions to answer, for example if it is really their living will or could it be possible that their living wills have changed?

These questions and many more are the basic subject of this paper. Above all it shows the current legal situation in Austria and some parts of europe. Furthermore a case study shows the procedure on the basis of ethical care when the patient is unable to speak out his/her living wills. Arguments against euthanasia are for example the death as a will, the death executed by a third person, the ability for speak out the living wills (patients in pain particulary) or the question where boundaries should or have to be set. Arguments to support euthanasia are the right of self-determination, human dignity and human rights.