Titelaufnahme

Titel
Der Effekt von Bisphosphonaten auf Tumorzellen
Weitere Titel
The effect of bisphosphonates on tumor cells
VerfasserSzaffich, Sarah
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Antihormontherapie / Bisphosphonate / Mammakarzinom / Prostatakarzinom / Multiples Myelom / Osteoporose / Zometa / Zytotoxität
Schlagwörter (EN)antihormone therapy / bisphosphonates / mamma carcinoma / prostate carcinoma / myeloma / osteoporosis / Zometa / cytotoxicity
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Wirkung der Bisphosphonate und deren Bedeutung in der Behandlung von malignen Tumorzellen und dem multiplen Myelom. Bisphosphonate sind im chemischen Aufbau und den physikochemischen Eigenschaften der im Körper natürlich vorkommenden Pyrophosphate ähnlich, besitzen aber eine veränderbare Seitenkette, welche die Wirkung der Bisphosphonate variabel macht. Aminobisphosphonate besitzen durch die Aminogruppe ein erhöhtes Wirkungspotential und eine verstärkte antiresorptive Aktivität, wobei Zoledronsäure das meist eingesetzte Aminobisphosphonat ist. Deshalb werden sie in der Therapie vieler Knochenerkrankungen sowie Knochenmetastasen diverser Primärtumore verwendet. Durch ihre antiresorptive Wirkung, verhindern sie den übermäßigen Abbau der Knochensubstanz aufgrund einer Osteoklastenüberaktivität. Weiters werden Bisphosphonate zur adjuvanten Behandlung Hormon deprivierender Therapien beim hormonabhängigen Mammakarzinom und dem Prostatakarzinom eingesetzt. Anhand aktueller Forschungsergebnisse ergibt sich die begründete Annahme, dass die Bisphophonate nicht nur auf den Knochenstoffwechsel, sondern auch einen indirekten sowie direkten zytotoxischen Effekt auf die Zellen verschiedener Tumore aufweisen. Studien ergaben widersprüchliche Ergebnisse, bei dreifach negativen Brustkrebszelllinien wurde ein signifikant zytotoxischer Effekt festgestellt. Bei Hormonrezeptor-positiven Zelllinien war nur eine geringe Veränderung feststellbar. Bisphosphonate sind das Hauptbehandlungsmittel von multiplen Myelomen, da durch ihre Wirkung die Reduktion der Skelettmorbiliät bewerkstelligt wird. Weiters zeigt die Wirkung der Zoledronsäure eine signifikante Zytotoxität gegenüber der Zellen des multiplen Myeloms in der Zellkultur. Die Nebenwirkungen der Bisphosphonate sind minimal. Die Bekannteste ist die Bisphosphonat assoziierte Kiefernekrose, sie entsteht bei einer ungefähr 0,52-prozentigen Wahrscheinlichkeit beim Einsatz der Zoledronsäure. Die Ursache der Entstehung der Kiefernekrose bleibt jedoch unklar. Aufgrund der wenigen Nebenwirkungen und zugleich vielversprechenden Wirkungsmechanismen ist es von höchster Relevanz, die Forschung in diese Richtung weiter zu führen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the effect of bisphosphonates and their importance in the treatment of malignant tumor cells and myeloma. Bisphosphonates are chemically similar to the naturally occurring pyrophosphates, but have a variable side chain. This is the reason for the variable effect of bisphosphonates. Aminobisphosphonates for example, have an amino group on their side chain which increases the effect and the antiresorptive activity of Bisphosphonates. Zoledronic acid is the most widely used aminobisphosphonate. Therefore, they are used in the treatment of bone diseases and bone metastases of various primary tumors. Due to their antiresportive effect, bisphosphonates prevent the bone loss by reason of osteoclast overactivity. Furthermore, bisphosphonates are used for the adjuvant treatment for antihormonal therapy in hormone-dependent breast cancer and prostate cancer. Based on current research results bisphosphonates have not only an effect on bone metabolism but also an indirect as well as direct cytotoxic effect on the cells of various tumors. Studies have shown conflicting results. In triple negative breast cancer cell lines was observed a significant cytotoxic effect. In hormone receptor-positive cell lines only a slight change was registered. Bisphosphonats are the main treatment agents of multiple myeloma, because they accomplish the reduction of skeleton morbidity. Furthermore, the effect of zoledronic acid shows significant cytotoxicity against myeloma cells in cell culture. The side effects of bisphosphonates are minimal. The best known side effect is the bisphosphonate-associated osteonecrosis of the jaw; it develops with approximately 0.52 percent probability in the use of zoledronic acid. The exact cause of bisphosphonate-associated osteonecrosis of the jaw remains unclear. Because of only few and insignificant side effects, and promising effects in the same time, it is highly relevant to continue research in this direction.