Titelaufnahme

Titel
Bindegewebsmassage bei Frauen mit primärer Dysmenorrhoe - nur ein Placebo?
Weitere Titel
Connective tissue massage in women with primary dysmenorrhea-just a placebo?
VerfasserStingl, Silvia
GutachterEder, Gerhard
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bindegewebsmassage / primäre Dysmenorrhoe / Placeboeffekt / Physiotherapie
Schlagwörter (EN)Connective tissue massage / primary dysmenorrhea / placeboeffect / physiotherapy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Primäre Dysmenorrhoe, als Symptom der Endometriose wird in medizinischer Literatur als eine der häufigsten Erkrankungen bei jungen Frauen angegeben. Dieses Krankheitsbild hat erhebliche Auswirkungen auf den Alltag, die sozialen Kontakte und den Beruf der betroffenen Frauen.

Literatur zur Bindegewebsmassage gibt an, bei dieser Problematik eine Linderung der Symptome durch die/nach der Behandlung herbeizuführen.

Jedoch wird diese Behandlungstechnik immer wieder mit dem Begriff des Placeboeffektes in Zusammenhang gebracht.

Forschungsfrage:

Es stellt sich daher folgende zentrale Forschungsfrage:

Warum wirkt Bindegewebsmassage bei Frauen mit primärer Dysmenorrhoe?

Außerdem ergeben sich einige Unterfragestellungen:

Passt hierbei der durch die BGM gesetzte Reiz zu dem Pathomechanismus der primären Dysmenorrhoe und der beschriebenen Reaktion?

Ist es möglich, durch diesen Reiz diese Reaktionen auszulösen?

Oder werden die Reaktionen durch den Kontakt PT-Pat. ausgelöst und hat/ist die Bindegewebsmassage somit einen/ein Placeboeffekt?

Methodik:

Diese Arbeit ist eine Literaturarbeit. Es wurden die Datenbanken Academic search elite, PubMed, Pedro, Cinahl, Cochrane Library und Medline nach Studien durchsucht. Außer-dem wurde auch in öffentlichen Bibliotheken nach Fachbüchern und internationalen medizinischen Fachjournals gesucht.

Resultate:

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den verwendeten Studien sind, dass nach einer Behandlung mit Bindegewebsmassage die Symptome der Patientinnen vermindert sind und dass es zu einer Hormonausschüttung, die zu einer Schmerzlinderung führen kann, kommt.

Die einzige mit den angeführten Suchkriterien gefundene placebokontrollierte Studie gibt an, dass keine bedeutenden Unterschiede bei der Antwort des autonomen Nervensystems sowohl in der Interventionsgruppe als auch in der Placebogruppe auftreten.

Conclusio:

Aus den Studienergebnissen kann man ableiten, dass die Wirkungen nach einer BGM Behandlung bei Patientinnen mit primärer Dysmenorrhoe auf einen Placeboeffekt zurückzuführen sind.

Jedoch wird nach dieser Literaturarbeit auch klar, dass auf diesem Gebiet keine neueren, placebokontrollierten Studien vorliegen, sodass, wenn man seine Schlussfolgerungen nicht nur auf wenige Studien stützen möchte, keine adäquate Beantwortung der Fragestellung möglich ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Background:

Primary dysmenorrhea, as a symptom of endometriosis is reported in medical literature as one of the most common diseases in young women. This disease has a significant impact on everyday life, the social contact and the profession of the women.

Literature which indicates tissue massage states on this problem to bring about a relief of symptoms after treatment. This technique however, is frequently linked to the concept of the placebo effect in context.

Research Issue:

This raises the following research issues:

Why is tissue massage effective for women with primary dysmenorrhea?

Moreover, there are some sub-questions:

Does the stimulus set by the BGM to the pathogenesis of primary dysmenorrhea and the reaction described above fits?

Is it possible that this stimulus provokes these reactions?

Or is it that the reactions are provoked by the contact between PT Pat. and has / is the connective tissue thus a placebo effect?

Methodology:

This work is a literary research. Databases like Academic search elite, PubMed, Pedro, CINAHL, Cochrane Library and Medline were searched for studies. In addition public li-braries were searched for books and international medical professional journals.

Results:

The main findings of the used studies are that after a connective tissue massage treatment the symptoms of the treated patients are reduced and that there is a release of hormones that can lead to pain relief. The only placebo-controlled study, found with the aforementioned criteria, indicates that no significant differences in the response of the autonomic nervous system may occur both in the intervention group and in the placebo group.

Conclusion:

From the study results it can be inferred that the effects after a BGM treatment in patients with primary dysmenorrhoea are connected to a placebo effect. However, according to this literature review it is also clear that in this subject area are not many recent, placebo-controlled studies, so if you don´t want to base this conclusions only on a few studies an adequately answer of the question isn´t possible.