Titelaufnahme

Titel
Frauenmigration und die Klientelisierung von Migrantinnen
Weitere Titel
Female migration and making clients of migrant women
VerfasserDjurdjevic, Sladjana
Betreuer / BetreuerinKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuli 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Frauenmigration / Klientelisierung / Pädagogisierung / Feminisierung der Migration / age of migration / Migrationsgründe / Abhängige Migration / Geschichte der Frauenmigration / Aufenthaltsrechtliche Situation / Sozioökonomische Marginalisierung / Armut von Migrantinnen / Psychosoziale Folgen von Migration / Migrantinnenbilder / Stereotype / Interkulturelle Öffnung / Interkulturalität
Schlagwörter (EN)female migration / pedagogisation / Feminization of migration / age of migration / reasons for migration / dependent migration / History of women's migration / Stay Legal Situation / Socio-economic marginalization / Poverty of migrant women / Psychosocial consequences of migration / migrants images / stereotypes / Intercultural opening / Interculturalism
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Migrationssoziologen sprechen heute von einer „Feminisierung der Migration“ da

Wanderungen von Frauen auf der ganzen Welt stetig zunehmen. Obwohl dieses Phänomen

geschichtlich gesehen nicht neu ist, wurde migrierenden Frauen in der Sozialforschung lange

Zeit keine Beachtung geschenkt. Und wenn, dann wurde ihnen oft die Rolle des passiven

„Opfers“ zugeschrieben, da sie hauptsächlich im Rahmen von Familienzusammenführungen

migrierten und deshalb lange Zeit rechtlich wie finanziell von ihren Ehemännern bzw.

Familien abhängig blieben.

In dieser Arbeit geht es um die Frage inwieweit die Soziale Arbeit nicht zu einer

„Klientelisierung“ von Migrantinnen geführt hat. Migrantinnen werden mit vielen sozialen

Problemen und Ausgrenzungen konfrontiert, doch die meisten wehren sich gegen eine

Zuschreibung als „hilfloses Wesen“, das emanzipiert gehört. Die Profession Soziale Arbeit

hat lange diese Stereotype und Vorurteile reproduziert indem DIE Migrantin pädagogisiert

und klientelisiert wurde. Zuwanderinnen brauchen Beratung und Hilfe in einem offenen

interkulturellen Kontext und keine Paternalisierung und Pädagogisierung. Denn soziale

Problemlagen werden letzten Endes nicht durch die Migration ausgelöst, sondern durch die

Strukturbedingungen die Migrantinnen in der Aufnahmegesellschaft vorfinden. Die

Hervorhebung kultureller Differenzen führt zur Ausblendung von sozialen Ungleichheiten.

Schwierigkeiten sind nicht in der anderen Kulturen der Person zu suchen, sondern in der

sozialen Lage desjenigen. Durch die Klientelisierung von Migrantinnen entstand ein neues

Arbeitsfeld für die Soziale Arbeit, jedoch wurde das Bedürfnis oder Interesse nach solchen

Einrichtungen nicht abgefragt.

Zusammenfassung (Englisch)

Migration sociologists speak today of a ‘feminization of migration’ because migration of women increase steadily over the world. Although this phenomenon is not new, migrating women were not paying attention in social research for a long time. And if so, then they were often the role of the passive ‘victim’ attributed, as they migrated mainly in the context of family reunification, and therefore long time as in law remained financially by their husbands or families.

In this work, it is a question of the extent to which social work has led to a ‘Klientelisierung’ of migrant women. Migrants are confronted with many social problems and exclusion, but most oppose the attribution as ‘helpless being’. The social work has long these stereotypes and prejudices reproduced by THE migrant who should be emancipated and made clients of them. Immigrants need help and advice in an open intercultural context and no paternalisation and educational intentions. Because social problems are ultimately not triggered by the migration, but they are often find by the structural conditions in the host society. Highlighting cultural differences leads to the suppression of social inequalities. Difficulties are not to be found in other cultures of the person, but of that in the social situation. By making clients of migrant women created a new field of work for social work, but the need or interest was not queried for such facilities.