Titelaufnahme

Titel
Diagnostische Genauigkeit der optischen Kohärenztomographie gegenüber dem intravaskulären Ultraschall – Gefäßwandveränderungen bei bestehenden Stents
Weitere Titel
Diagnostic accuracy of optical coherence tomography compared with intravascular ultrasound - vascular wall changes in existing stents
VerfasserEbner, Sophie
GutachterStarkbaum, Maria
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)OCT / IVUS / optische Kohärenztomographie / intravaskulärer Ultraschall / optische Kohärenztomographie nach Stentimplantation / intravaskulärer Ultraschall nach Stentimplantation / Vergleich OCT und IVUS
Schlagwörter (EN)optical coherence tomography / intravascular ultrasound / vessel injury / vessel trauma after stenting / oct after stentimplantation / ivus after stentimplantation / optical coherence tomography and intravascular ultrasound / optical coherence tomography after stenting / Comparison of OCT and IVUS after stenting / Comparison IVUS and OCT / OCT vs. IVUS / IVUS and OCT after stentimplantation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit ist, die diagnostische Genauigkeit der intravaskulären optischen Kohärenztomographie verglichen mit dem intravaskulären Ultraschall bei Gefäßwandveränderungen nach bestehender Koronarstents anhand eines Studienvergleiches zu erörtern.

Methode: Dieser Studienvergleich entsteht durch Recherche in medizinischen Datenbanken, wie PubMed, Cinhal, Skolar. Acht Studien werden ausgewählt, beschrieben und anschließend kritisch bewertet.

Ergebnisse: Hinsichtlich der Messung der Stentlänge ist die OCT das genauere Verfahren. Hierbei überschätzt der IVUS das Gefäßvolumen und unterschätzt das Stentvolumen.

Stentmalappositionen, Dissektionen, Gewebeprolaps und Stentthrombosen werden häufiger mit OCT diagnostiziert als mittels IVUS. Eine neointimale Hyperplasie wird mit beiden Verfahren nachgewiesen. Jedoch reicht die Auflösung des IVUS-Verfahrens nicht aus, um kleine Grade einer neointimalen Stentabdeckung zu erkennen. Beide Verfahren sind in der Lage, die NIH in homogen, heterogen und überlagert zu charakterisieren, wobei der IVUS häufiger die NIH als homogen bewertet. Inhomogene NIH werden durch die höhere Auflösung wesentlich besser mittels OCT nachgewiesen. Der OCT hat auch den Vortritt bei der Beurteilung der oberflächlichen Neointimadarstellung.

Die FD-OCT stellt eine schwerere Form einer KHK dar als das IVUS-Verfahren. Mittels TD-OCT und FD-OCT wird aufgrund der höheren Auflösung und besseren Darstellung einer NIH während der Nachuntersuchung ein kleinerer Mindest-Lumenbereich nachgewiesen verglichen zum IVUS. Gewebeprolaps und Stent-Malappositionen werden häufiger mit FD-OCT als IVUS dargestellt. Die FD-OCT wies in einer Studie eine wesentliche Einschränkung hinsichtlich der Stentimplantation aufgrund von schlechter Sichtbarkeit der Gefäßränder auf. Dies führt zu kleineren Stentausdehnungen und häufiger zu Restsegment-Stenosen.

Schlussfolgerung: Den acht ausgewählten Studien zufolge ist aufgrund der 10-fach höheren Auflösung die OCT im Gegensatz zum IVUS in der Lage, detaillierte Strukturen zu erkennen und zu begrenzen. Stentlänge, Stentmalappositionen, Dissektionen, Gewebeprolaps, Stentthrombosen, kleiner Grad einer NIH und deren Differenzierung in homogen, inhomogen und überlagert, wird mittels OCT häufiger und präziser dargestellt. Die FD-OCT ermöglicht die Darstellung einer schwereren Form einer KHK und kleinere Formen einer MLA werden nachgewiesen. Im Gegensatz dazu werden Einschränkungen während der Stentimplantation aufgrund einer schlechten Sichtbarkeit der Gefäßränder aufgedeckt.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this review is to compare the intravascular optical coherence tomography to the intravascular ultrasound to detect the diagnostic efficiency of vascular wall changes after stent implantation.

Method: In this study eight clinical trials from research in medical databases such as PubMed, CINHAL, Skolar are selected, described and then critically evaluated.

Results: OCT is the more accurate method by measurements of the stent length. IVUS measurments overestimated the vessel volume and underestimated the stent volume.

Stent malapposition, dissections, prolapse, and stent thrombosis are more likely diagnosed by OCT than IVUS. A neointimal hyperplasia is detected by both methods. However, the resolution of IVUS procedure is not sufficient enough to detect small degrees of neointimal stent coverage. Both methods are capable to categorize the NIH in homogeneous, heterogeneous and superimposed. IVUS frequently categorizes the NIH as homogeneous. Inhomogeneous NIH is detected more often by OCT because of the higher resolution. OCT is able to detect neointima more detailed than IVUS.

The FD-OCT provides more severe form coronary heart disease than IVUS procedures. Because of the higher resolution and the better representation of NIH TD-OCT and FD-OCT are the better choice in detecting a smaller minimum lumen area during follow-up, to IVUS. Prolaps and stent malapposition are frequently presented with FD-OCT as IVUS. Due to the reduced visibility of the vessel edges by FD-OCT, IVUS is the better choice during stent implantation.

Conclusion: Because of the ten times higher resolution OCT is able to detect detailed structures and to limit them. Stent length, stent malapposition, dissections, prolapse, stent thrombosis, smaller degrees of NIH and its differentiation in homogeneous, inhomogeneous and layered is shown more frequently and more accurate by OCT. The FD-OCT enables the display of a more severe form coronary heart disease and detects smaller forms of MLA. In contrast, restrictions during the stenting due to poor visibility of vessel edges are uncovered.