Titelaufnahme

Titel
Beeinflussung der Chronifizierung des posttraumatischen Kopfschmerzes nach Halswirbelsäulen-Schleudertrauma durch Physiotherapie
Weitere Titel
The impact of physical therapy on the chronification of the posttraumatic headache induced by whiplash trauma
VerfasserKlikovits, Stephanie
Betreuer / BetreuerinEder, Angelika
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Background

Das Halswirbelsäulen-Beschleunigungstrauma ist das häufigste zervikale Trauma bei

Verkehrsunfällen. In den meisten Fällen klingen die Symptome nach einigen Tagen oder

auch Wochen ohne bleibende Schäden wieder ab. Jedoch können sich auch Verletzungen

der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren und lange Zeit zu Beschwerden führen.

Das durch einen Auffahrunfall bedingte Schleudertrauma entwickelt bei 90% der PatientInnen

Kopfschmerzen. Diese werden von der International Headache Society in akuten

und chronischen Kopfschmerz unterteilt und zählen zu den sekundären Kopfschmerzen.

Diese Art des Kopfschmerzes ist phänomenologisch sehr heterogen und weist verschiedene

Schmerzmuster auf. Zu 85% ähnelt dieser Kopfschmerz jedoch den Schmerzmustern

des Spannungskopfschmerzes. Obwohl es sich häufig um harmlose Verläufe handelt,

kommt es doch in etwa 10 bis 15% der Fälle zu einer Chronifizierung.

PT- Relevanz

SchleudertraumapatientInnen weisen eine Vielzahl von Symptomen auf, die sie in die

physiotherapeutische Praxis führen. Im Vordergrund stehen Nackenschmerzen und Nackensteife.

Kopfschmerzen sind ein häufiges Begleitsymptom. Die chronische Form ist

eine ernstzunehmende Erkrankung, durch die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt

wird und zu einer erheblichen Behinderung führen kann. Des Weiteren ergeben sich erhebliche

Kosten für das Gesundheitssystem durch lange Krankenstandszeiten und Arbeitsunfähigkeit.

Die Verordnung von Physiotherapie hingegen ermutigt den Patienten

frühzeitig, die Alltagsaktivitäten wieder aufzunehmen, und kann möglicherweise die Aufmerksamkeit

vom Schmerz ablenken und der Chronifizierung vorbeugen.

Methodik

Diese Bachelorarbeit ist keine empirische Forschungsarbeit. Die Beantwortung der zentralen

Fragestellung wird sich dabei vorwiegend auf Ergebnisse von Randomized Controlled

Studies (RCT) beschränken, die in den Jahren 2000-2012 publiziert wurden. Dabei

wurde in elektronischen Ressourcen wie Pubmed, Science Direct, Cochrane Library und

CINAHL recherchiert. Wichtige Selektionskriterien waren Erwachsene PatientInnen, die

Klassifikation des Schleudertraumas nach der „Quebec Task Force on Whiplash-

Associated-Disorders“, das Vorkommen der Outcome Measures wie Pain und Range of

Motion (ROM) und die freie Verfügbarkeit der Studien.