Titelaufnahme

Titel
Betätigungen von Kindern in Österreich
Weitere Titel
Occupations of children in Austria
VerfasserKohlfürst, Tanja
Betreuer / BetreuerinRitschl, Valentin
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Kinder / Betätigung / Österreich
Schlagwörter (EN)Occupational therapy / Children / Occupation / Environment
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung

Der Fokus jeder ergotherapeutischen Behandlung sollte auf bedeutungsvollen Betätigungen liegen. Kinder gehen jedoch anderen Aktivitäten nach als Erwachsene, was für die Gestaltung der Therapie von Bedeutung ist. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit der Fragestellung, welchen Betätigungen Kinder zwischen sechs und zehn Jahren in Österreich in ihrer freien Zeit nachgehen und welche Beweggründe ihre Auswahl leiten.

Zur Beantwortung der Frage wurde eine qualitative Forschungsmethode gewählt. Halbstrukturierte Interviews mit acht Kindern wurden durchgeführt, anschließend transkribiert und anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel analysiert.

Folgende Betätigungskategorien wurden aus den Interviews entnommen: „Betätigungen des Spielens“, „Betätigungen des Lernens und der Schule“, „Fernsehen/Film schauen“, „Lesen“, „Sport“, „Besuche“, „kreative Tätigkeiten“, „Betätigungen des Helfens“ und „Andere Betätigungen“. Des Weiteren wurden neun unterschiedliche Beweggründe für Betätigungen gefunden: „Weil es Spaß macht“, „Weil es Spaß macht + ein weiterer Grund“, „Weil es mir wichtig ist“, „Weil es jemand anderer sagt“, „Weil es jemand anderer macht“, „Weil es mir gefällt“, „Zeitvertreib“, „Einfach so/ich weiß es nicht“ und „andere Gründe“.

Es zeigte sich, dass Kinder in ihrer Betätigungswahl sehr stark durch ihre soziale Umwelt beeinflusst werden. Das Gefallen an einer Betätigung scheint außerdem stark damit zusammenzuhängen, mit wem diese durchgeführt wird. Des Weiteren führen Kinder Betätigungen des Spielens hauptsächlich mit anderen Kindern durch, kaum mit Erwachsenen. Diese Ergebnisse könnten in der angewandten Praxis helfen, bedeutungsvolle Betätigungen für Kinder zu identifizieren und in die Therapiegestaltung mit einzubinden.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Occupational therapy treatment should focus on meaningful occupations. Contrary to grown-ups children perform other occupations, which has an impact on therapy design. Therefore this thesis deals with the question, which occupations children in Austria between the age of six and ten years perform in their free-time and which incitements lead their choice.

A qualitative research method was chosen to answer this question. Half-structured interviews were conducted with eight children. Afterwards the interviews were transliterated and analysed by means of Gläser and Laudel’s qualitative content analysis.

The following occupation-categories have been found in the interviews: “Occupations of play”, “occupations of studying and school”, “watching TV/films”, “Reading”, “Sports”, “visits”, “creative occupations”, “occupations of helping” and “other occupations”. Furthermore, nine different incitements for occupations have been found: “because it is fun”, “because it is fun + another reason”, “because it is important to me”, “because somebody tells me to”, “because somebody does it as well”, “because I like it”, “pastime”, “offhandedly/I don’t know” and “other incitements”.

It shows that children are strongly influenced in their choice of occupations by their social environment. The favor for an occupation is furthermore strongly associated with which partner it is performed. In addition, children seem to perform occupations of play basically with other children, hardly with grown-ups. These outcomes might be useful in practice when it comes to identifying meaningful occupations for children and involving them into the therapy treatment.