Titelaufnahme

Titel
Elternberatung im Zuge der ergotherapeutischen Behandlung von Kindern : unter besonderer Berücksichtigung von Scheidungskrisen
Weitere Titel
Parental Training as part of the Occuaptional Treatment of Children considering particularly the Crises Divorce.
VerfasserSperl, Tanja
Betreuer / BetreuerinRitschl, Valentin
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Pädiatrie / Eltern / Elternberatung / Scheidung / Bedürfnisse
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Pediatrics / Parents / Parental Training / Divorce / Needs
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Elternberatung ist in der pädiatrischen Ergotherapie ein unerlässlicher Bestandteil, damit das Kind seine/ihre Ziele im Alltag erreichen kann (Winter, 2014, S. 142). Dabei werden die Eltern als „erweiterte Klienten“ bezeichnet und ihre Bedürfnisse berücksichtigt (Fichtner et al., 2005, S. 34). Welche Bedürfnisse Eltern in einer stabilen Lebenslage in die Elternberatung mitbringen, wurde bereits erforscht. Jedoch gibt es noch keine vorliegenden Evidenzen dazu, welche speziellen Bedürfnisse Eltern in die Elternberatung mitbringen, wenn deren Lebenslage zum Zeitpunkt der ergotherapeutischen Behandlung ihres Kindes aufgrund einer Scheidungskrise aus dem Gleichgewicht geraten ist. Daher ist das Ziel dieser Studie, die bislang unerforschten Bedürfnisse dieser Eltern an die Elternberatung aufzuzeigen.

Methode: Für diese Studie wurde ein qualitativer Forschungsansatz mit der Erhebungsmethode des semi-strukturierten „in-depth“ Interviews gewählt. Die beiden durchgeführten Interviews wurden vollständig transkribiert und in weiterer Folge in Anlehnung an die „Meaning Condensation and Interpretation“ nach Steinar Kvale (2009, S. 231-247) analysiert und interpretiert.

Ergebnisse: Eines der Bedürfnisse beider StudienteilnehmerInnen lautete, sich ihrer Ergotherapeutin hinsichtlich der Scheidung anvertrauen zu können. Dabei haben sie es als förderlich erlebt, Verständnis für ihre belastende Situation zu erhalten und bezüglich des Scheidungsprozesses und der Situation ihres Kindes beraten zu werden. Weiters war es ihnen trotz ihrer zusätzlichen Belastung ein Bedürfnis, über den Therapieverlauf ihres Kindes informiert und in die Therapie miteinbezogen zu werden.

Zusammenfassung: Eltern, die sich zum Zeitpunkt der ergotherapeutischen Elternberatung in einem Scheidungsprozess befinden, bringen dahingehend besondere Bedürfnisse mit, dass sie sich hinsichtlich ihrer belastenden Situation dem/der TherapeutIn anvertrauen und über den Scheidungsprozess sprechen möchten. Des Weiteren hat sich gezeigt, dass auch diese Eltern trotz der schwierigen Lebenslage über den Therapieprozess ihres Kindes informiert und in die Therapieeinheiten eingebunden werden möchten.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Parental training is an essential part of the pediatric occupational therapy in order to enable the child to achieve his/her goals in his/her daily living (Winter, 2014, p. 142). Within this process parents are seen as “extended clients“ whose needs are also considered (Fichtner et al., 2005, S. 34). There are already studies available in which the needs of parents in stable circumstances have been gained. However, there is no empirical evidence of parents and their special needs, when they are living in divorce during the occupational parental training. Therefore the aim of this study is to ascertain these missing data.

Method: A qualitative research approach was chosen for this study, in fact semi-structured „in-depth“ interviews. Both conducted interviews were fully transcripted, analysed, and interpreted with the help of the „Meaning Condensation and Interpretation“ by Steinar Kvale (2009, S. 231-247).

Results: One need of the study participants was to share their burdening situation, regarding the divorce, with their occupational therapists. Within this conversation it was extremely beneficial for them to get a feeling of understanding in their situation by the occupational therapist and to be advised on the divorce proceedings and the impacts on the child due to these circumstances. Furthermore, it was of importance for those parents to be regularly informed about their child`s therapy process and to get actively involved into the therapy, despite the additional burden of their divorce.

Conclusion: The current paper is outlining that parents who take part in occupational parental training and are living in divorce at the same time have the following special needs concerning the parental training. It is beneficial for them to thematize their difficult situation with the occupational therapist. In addition it is essential to them to get still informed about their child´s therapy process and to be included into this process, although their stressful circumstances might suggest something else.