Titelaufnahme

Titel
"Weil wir Menschen sind" - Studie zur Lebenssituation von Langzeitasylwerbenden und Sans-Papiers in Wien
Weitere Titel
"Because we are humans" - Study on the situation of long-term asylum seekers and Sans-Papiers in Vienna
VerfasserEhardt, Lina
GutachterHofer, Manuela
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Asylverfahren / Langzeitzeitasylwerbende / Sans- Papiers / Antidiskriminierung / Soziale Arbeit / Diskriminierung
Schlagwörter (EN)asylum procedure / long-term asylum seekers / sans- papiers / anti-discrimination / social work / discrimination
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den Lebensverhältnissen und der Lebensgestaltung von Langzeitasylwerbenden und Sans-Papiers in Österreich. Zunächst werden die gesetzlichen Regelungen des Asylverfahrens dargestellt, danach wird anhand qualitativer Erhebungen gezeigt, wie die Betroffenen selbst die Zeit des Asylverfahrens erleben und wie sich ihr Alltag gestaltet.

Durch rechtliche Restriktionen sind Asylwerbende und Sans-Papiers in ihrem Handlungsspielraum stark eingeschränkt und erleben in Folge dessen, auf verschiedenen Ebenen (zwischenmenschlich, institutionell, gesellschaftlich), oftmals Diskriminierung. Die restriktive Gesetzgebung hat direkte Auswirkungen auf die soziale Benachteiligung der Zielgruppen. Durch das Phänomen der Organisierten Desintegration wird deutlich, dass Asylwerbende Österreicher*innen in ihren Rechten nicht gleichgestellt sind und in verschiedenen Bereichen nicht berücksichtigt oder gezielt ausgeschlossen werden. Ausgehend vom Anti-Bias-Ansatz wurden Diskriminierungsmomente und ihre Entstehung analysiert und in Bezug auf die Lebenssituationen von Asylwerbenden und Sans-Papiers betrachtet. Aufgrund ihrer berufsethischen Grundsätze sollte die Soziale Arbeit als Unterstützungsinstanz eingreifen, um öffentlich auf gegebene Missstände aufmerksam zu machen und der Zielgruppe Lebens- und Zukunftsperspektiven schaffen zu können. Durch fehlende Zielgerichtetheit bezüglich ihres Auftrags kann die Soziale Arbeit jedoch nur soweit intervenieren, wie es der Rahmen der staatlichen Regelungen zulässt.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper focuses on the circumstances of life and ways of living of long-term asylum seekers and undocumented migrants in Austria. Firstly the legal background of asylum procedure will be discussed; afterwards, based on qualitative survey, experiences of persons concerned by asylum procedure will be shown with a special focus on their everyday life.

Due to legal restrictions, asylum seekers and undocumented migrants are severely limited in their scope of action and experience discrimination on several levels (interpersonal, institutional, legal). The current restrictive legislation causes social disadvantages and has direct impact on the lives of concerned persons. The phenomenon of organized disintegration makes obvious, that asylum seekers aren’t legally equal to Austrians and experience deliberate exclusion in several areas of life. Basing on the Anti-Bias-Approach moments of discrimination and their emergence were analyzed and considered with reference to the situations of life of asylum seekers and undocumented migrants.

By virtue of its ethical principles, social work should intervene as a supporting entity, in order to draw public attention to currently existing deficiencies and facilitate future and life perspectives to those concerned.

Due to a lacking goal-directedness in its remits, social work can only intervene as far as allowed by federal regulations.