Titelaufnahme

Titel
Ökonomie des Bettelns
Weitere Titel
Economy of begging
VerfasserMaringele, Klara
Betreuer / BetreuerinKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Armutsmigration / Betteln / Ökonomie / Strategie
Schlagwörter (EN)Migration out of poverty / Begging / Economy / Strategy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob bettelnde Menschen Strategien anwenden, damit Passant_innen möglichst großzügige Geldgaben dotieren. Weiteres Thema ist das Verhalten bei Problemen und Herausforderungen. Antworten auf diese Fragen haben wir beginnend mit einem Literaturteil und weiterführend in einem empirischen Teil verarbeitet.

Der Literaturteil beinhaltet die Themengebiete der Ökonomie - in Bezug auf wohlfahrtsstaatliche Modelle, sozioökonomische Aspekte der Armutsmigration, finanzielle Aspekte des Bettelns und Strategien bettelnder Menschen. In den genannten Kapiteln werden Situationen von Menschen, die in Österreich betteln (Schwerpunkt Wien und Salzburg) erläutert, wie ihre Lebenslagen konstruiert sind und warum sie auf das Betteln angewiesen sind. Für diesen Abschnitt der Arbeit wurden unterschiedlichste Schriftwerke aus verschiedensten Wissenschaften herangezogen, um einen weitreichenden Überblick über das Themenfeld zu ermöglichen.

Für den Forschungsteil wurden Interviews mit bettelnden Menschen durchgeführt, sowie Expert_innen zu diesem Thema befragt. Diese wurden durch qualitative Inhaltsanalyse und Themenanalyse ausgewertet. Die Forschungsmethoden dienten der Zielsetzung, möglichst lebens- und wahrheitsnahe Erfahrungswerte zu erhalten und sollten, im Zusammenhang mit der Beantwortung unserer Forschungsfrage, den Zweck verfolgen, verfestigte Vorurteile und Bilder über bettelnde Menschen zu hinterfragen. Diese Forschungsarbeit trägt damit zur Bewusstseinsbildung über die prekäre Situation von bettelnden Menschen bei.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the question if begging people apply strategies to get more generous donations from passers. Also how they behave when faced with challenges and problems. The framework to answer this question we have started in a literary part and continued processes in an empirical part. The literature section includes the topics of economics, in terms of welfare state models, socio-economic aspects of poverty-driven migration, financial aspects of begging and strategies. This will explain the situations of people who are begging in Austria (focusing on Vienna and Salzburg), the construction of their circumstances in life and why they have to rely on begging. The literary part consists of diverse articles from various sciences in order to enable a broad overview of the topic.

For the research part interviews were conducted with begging people and experts were questioned about this topic. These were analyzed by qualitative content analysis and theme analysis. The research methods were the objective to get as close to the truth as possible and should give answers in context of our research question. It also has the purpose to question prejudices and stereotypes about begging people. This research contributes to raising awareness about the precarious situation of begging people.