Titelaufnahme

Titel
Am Stadtrand – Diskriminierungserfahrungen von Bewohner_innen Macondos
Weitere Titel
On the outskirts of the city – Experiences of discrimination made by inhabitants of Macondo
VerfasserWolf, Kevin
GutachterHofer, Manuela
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Anti-Diskriminierung / Asylwesen / Beratung / Diskriminierung / Empowerment / Flucht / Flüchtlinge / Gemeinwesenarbeit / Macondo / Simmering / Stadtrand / Zinnergasse
Schlagwörter (EN)anti-discrimination / asylum system / community work / counselling / discrimination / empowerment / flight / Macondo / outskirts of the city / refugees / Simmering / Zinnergasse
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Am Stadtrand – Diskriminierungserfahrungen von Be-wohner_innen Macondos“ beschäftigt sich mit Diskriminierungserfahrungen, die Bewoh-ner_innen von Macondo gemacht haben und damit welche Formen des Umgangs mit Dis-kriminierungen für sie hilfreich sind. Macondo ist ein Wohngebiet im elften Wiener Gemein-debezirk, das überwiegend von anerkannten Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten bewohnt wird. Im Wohngebiet ist auch Soziale Arbeit tätig, die Basis Zinnergasse der Diako-nie. Deren Rolle in Hinblick auf Empowerment und Anti-Diskriminierung aus Sicht der Be-wohner_innen soll ebenfalls behandelt werden.

Aufbauend auf der theoretischen Auseinandersetzung mit Anti-Diskriminierungskonzepten (Intersektionalität, Empowerment, Verbündet-Sein) und mit Sozialer Arbeit im Asylbereich führten wir sechs leitfadengestützte Interviews mit Bewohner_innen sowie zwei mit Sozialar-beiter_innen der Basis Zinnergasse. Die Diskriminierungserfahrungen machten die Bewoh-ner_innen vor allem in den Bereichen Wohnen, Infrastruktur, Arbeit, Kontakte mit Behörden und Österreicher_innen sowie Sozialleistungen und Finanzielles. Bei den Diskriminierungen handelte es sich teilweise um Mehrfachdiskriminierungen, sie erfolgten sowohl auf direkter zwischenmenschlicher, als auch auf struktureller Ebene. Als Reaktion auf diese Diskriminie-rungen entwickelten die Bewohner_innen folgende Copingstrategien: Teilen der Diskriminie-rungserfahrungen mit anderen, Selbstschutz, gegenseitige Unterstützung innerhalb Macon-dos, eigeninitiiertes Empowerment, sich an Soziale Arbeit in Macondo wenden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis with the title „Am Stadtrand – Diskriminierungserfahrungen von Bewohner_innen Macondos“ („On the outskirts of the city – Experiences of discrimination made by inhabitants of Macondo“) is about the experiences of discrimination that inhabitants of Macondo have made. Furthermore, it investigates which coping strategies with regard to these experiences are helpful for the inhabitants. Macondo is a residential area in the 11th district of Vienna, it is mainly inhabited by refugees. Also situated in this area are social workers of Basis Zinner-gasse of Diakonie. Their role concerning empowerment and anti-discrimination will also be described.

Based on a theoretical contextualisation with anti-discrimination concepts (intersectionality, empowerment, “Verbündet-Sein”) and with social work with refugees we conducted six guideline-based interviews with inhabitants as well as two with social workers from Basis Zinnergasse.

The inhabitants made most of the experiences of discrimination in the areas of living, infra-structure, work, contacts with authorities and Austrians as well as social transfers.

The discriminations were partly multiple discriminations, they were interpersonal as well as structural. In answer to these discriminations the inhabitants developed the following coping strategies: Sharing the experience of discrimination with others, self-protection, supporting each other within Macondo, self-initiated empowerment, to turn to social work in Macondo.