Titelaufnahme

Titel
Vergewaltigung zwischen Mythos und Realität. Eine Analyse der für die Sozialen Arbeit relevanten Aspekte
Weitere Titel
Rape between myth and reality.
VerfasserEhardt, Lina
Betreuer / BetreuerinHofer, Manuela
Erschienen2017
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Vergewaltigung / Mythen / Trauma / Soziale Arbeit
Schlagwörter (EN)rape / myths / trauma / social work
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den gesellschaftlichen und individuellen Faktoren von Vergewaltigung und den Auswirkungen für betroffene Frauen sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Soziale Arbeit. Hierfür werden empirische Ergebnisse zusammengefasst und den gesellschaftlichen Annahmen und Mythen über Vergewaltigung gegenübergestellt. Auf der individuellen Ebene ist für die Soziale Arbeit vor allem ein Verständnis der psychischen und sozialen Folgen wichtig. Dazu werden zentrale Anregungen der Traumaforschung zusammengefasst. Sozialarbeiter*innen sind in der Arbeit mit Betroffenen nicht zu unterschätzenden Belastungen bis hin zu Sekundärtraumatisierungen ausgesetzt. Deshalb werden auch die verschiedenen Möglichkeiten der professionellen Rollengestaltung und Selbstfürsorge beleuchtet. Auf gesellschaftlicher Ebene spielen vor allem Mythen über Vergewaltigung eine große Rolle. Die Bewertung einer Vergewaltigung durch Polizei, Justiz, Angehörige und Betroffene selbst wird auch durch diese Vergewaltigungsmythen beeinflusst. Aus dieser Perspektive, die Vergewaltigung nicht als ein bloß individuelles, sondern auch gesellschaftliches Phänomen versteht, greift eine Soziale Arbeit, die sich alleine auf die individuellen Aspekte konzentriert, zu kurz. Eine konsequente und öffentlichkeitswirksame Aufklärungsarbeit ist daher eine weitere, notwendige Aufgabe langfristig wirksamer Sozialer Arbeit.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis focuses on the social and individual factors of rape and its effects on affected women and the cosequences which arise from it. For this purpose empirical findings will be summarized and put into relation to myths about rape. On an individual level, and understanding of psychologica and social consequences is of utter importance. For this purpose, key suggestions of studies concerning trauma will be summarized. Social workers who work with those affected by rape are exposed to an amount of stress that is not underestimated and can even lead to secondary traumatization. Therefore different possibilities of professional role-making and self-care will be mentioned. On a social level, myths about rape play an especially important part. The assessment of rape by the police, the judiciary, the affected person’s relatives and herself is also influenced by those myths. From this perspective, which views rape not just as an individual, but also as an social phenomenon, social work that only acts upon the individual aspects is to be seen as insufficient. Consistent educational work that is also effective in the public space is therefore another important purpose of social work that is efficient in the long term.