Titelaufnahme

Titel
Co-Abhängigkeit in der Partnerschaft. Eine kritische Betrachtung zur Anwendbarkeit des Begriffs in der Sozialen Arbeit
Weitere Titel
Co-dependency in couple relationships. A critical reflection on the usefulness of the term for the Social Work
VerfasserMaringele, Klara
Betreuer / BetreuerinStangl, Michaela
Erschienen2017
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Co-Abhängigkeit / Abhängigkeit / Sucht / Suchterkrankung / Alkoholabhängigkeit / Partnerschaft / Drogenabhängigkeit
Schlagwörter (EN)co-dependency / addiction / addictive disorder / alcoholism / couple / relationship / drug addiction
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage, welchen Nutzen der Begriff Co-Abhängigkeit für die Profession Soziale Arbeit hat. Die wissenschaftliche Untersuchung der verschiedenen Definitionen von Co-Abhängigkeit erbrachten das Ergebnis, dass der Begriff sehr unterschiedlich, facettenreich und verwirrend dargestellt wird. Der Begriff zeigt einen pauschalisierenden und stigmatisierenden Blick auf angehörige Personen von suchterkrankten Menschen. Ein positiver Aspekt des Konzeptes ist allerdings die Aufmerksamkeit, die es für die Gruppe der Angehörigen am Anfang brachte.

Als Grundorientierungen der Sozialen Arbeit wurden das bio-psycho-soziale Modell des Menschen, die Ressourcenorientierung und der Gedanke von Empowerment ausgewählt und dargestellt, um sie mit dem Konzept der Co-Abhängigkeit in Beziehung zu setzen. Bei der Zusammenschau der Grundorientierungen der Sozialen Arbeit und des konzeptionellen Verständnisses des Begriffs Co-Abhängigkeit kommt diese Bachelorarbeit zu dem Schluss, dass der Begriff keinen positiven Beitrag für die Soziale Arbeit leistet, da er den Grundprinzipien dieser großteils widerspricht, weil er Schuld zuweisend, konfrontativ-demotivierend und defizitorientiert in der Anwendung ist.

Zusammenfassung (Englisch)

This academic paper deals with the question, if the term co-dependency is useful for the profession Social Work. The literature to the theme co-dependency presents the term as complex and confusing. The idea of co-dependency shows most of the time a generalizing and stigmatizing perspective on the related persons of addicts. At the beginning the only positive aspect of the concept of co-dependency was that it brought attention to the relatives of addicts and their problems.

As basic principles of Social Work were the bio-psycho-social view on humans, the resource-orientation and empowerment chosen and described to compare them to the concept of co-dependency. The principles of Social Work and the concept of co-dependency do not harmonize and can even contradict each other. Consequently the result of this bachelor thesis is that the term has no positive contribution for the Social Work, because it is victim-blaming, deficit-orientated and it uses confrontative types of counselling.