Titelaufnahme

Titel
Bewertung des Vision Malaria Pro-Systems im Vergleich zu konventioneller Lichtmikroskopie zur Diagnose von Plasmodieninfektionen
Weitere Titel
Evaluation of Vision Malaria Pro system compared to conventional light microscopy in the diagnosis of plasmodium infections
VerfasserReinisch, Susanne
Betreuer / BetreuerinDürschmied, Bernhard
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Malaria / Malariadiagnostik / Plasmodien / Vision Malaria Pro-System / "klassische" Mikroskopie / WHO / Golden Standard / PCR / NEQAS
Schlagwörter (EN)malaria / malariadiagnostic / plasmoids / Vision Malaria Pro system / "classic" microscopy / WHO / Golden Standard / PCR / NEQAS
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich zweier mikroskopischer Methoden zur Diagnostik von Malaria. Dabei wird die Dauer des konventionellen mikroskopischen Screenings bei Malariaverdacht mit der Dauer eines Screenings am Vision Malaria Pro-System der Firma West Medica verglichen. Es werden 45 Präparate mit beiden Methoden untersucht (35 dünne Blutausstriche und 10 Dicke Tropfen). Diese Präparate stammen von NEQAS London und wurden während der letzten Jahre im Rahmen von Ringversuchen weltweit an diagnostische Labors versandt. Die benötigte Zeit bis zur Diagnosestellung wird in Vorbereitungs-, Analyse- und Nachbearbeitungszeit eingeteilt. Die Diagnosestellung beinhaltet die Plasmodienspezies und, bei Feststellung einer P. falciparum-Infektion in dünnen Blutausstrichen, den Grad der Parasitämie in Prozent Parasitämie. Das Screening erfolgt bei beiden Methoden nach den Richtlinien der WHO zur Mikroskopie bei Malariaverdacht. Ein weiterer Vergleich wird zwischen der Validität der Methoden aufgestellt, indem die Übereinstimmungen der gestellten Diagnosen mit den Ergebnissen von NEQAS verglichen und anschließend zur statistischen Auswertung gegenübergestellt werden.

Die Validität der beiden Methoden wird mit 95% Konfidenzintervallen unter Verwendung der NEQAS-Resultate als Referenz ermittelt. Der relative Anteil der Übereinstimmungen der „klassischen“ Mikroskopie mit den NEQAS-Resultaten beträgt 80%. Am Vision Malaria Pro-System wird ein relativer Anteil von 91,11% erreicht. Die statistische Auswertung über die 95% Konfidenzintervalle zeigt keinen signifikanten Unterschied der Validitäten dieser beiden Methoden.

Der Zeitvergleich zeigt keinen signifikanten Unterschied in der Gesamtdauer der beiden Methoden nach der statistischen Auswertung mittels Wilcoxon-Test. Insgesamt betrachtet zeigt diese Studie daher keinen zeitlichen Unterschied einer akuten Diagnosestellung bei Malariaverdacht. Die Vergleiche der Analysedauern jedoch zeigen einen signifikanten Unterschied bei der Diagnosestellung im Dicken Tropfen. Das Screening von Dicken Tropfen erfolgt mittels dem Vision Malaria Pro-System wesentlich schneller. Um zu überprüfen, ob die Nachteile des hohen Arbeits- und Personalaufwandes der Mikroskopie in der Malariadiagnostik durch die Verwendung des Vision Malaria Pro-Systems vermindert werden können, wird die benötigte Zeit für die Beurteilung der digitalisierten Präparatstellen mit der Analysezeit am konventionellen Mikroskop verglichen. Das Ergebnis des Wilcoxon-Tests zeigt bei diesem Vergleich einen signifikanten Unterschied. Durch das Wegfallen des Mikroskopierens beträgt die effektive Arbeitszeit der Diagnosestellung am Vision Malaria Pro-System, bei gleicher Qualität nur ein Drittel der Dauer der konventionellen Methode.

Zusammenfassung (Englisch)

This work deals with the comparison of two microscopic methods for the diagnosis of malaria. The duration of the conventional microscopic screening is compared to the duration of screening using West Medica´s Vision Malaria Pro system with suspected malaria. 45 blood films will be examined using both methods (35 thin blood films and 10 thick blood films). These are acquired from NEQAS London and have been sent worldwide to diagnostic laboratories during the last years within the framework of round robin tests. The time required until diagnosis is divided into preparation, analysis and post-processing time. Diagnosis includes the infecting Plasmodium species and, in case a P. falciparum infection is identified in thin blood films, the degree of parasitemia in percent parasitemia. The screening with both methods is done according to the WHO guidelines for microscopy in suspected malaria. Another comparison is made between the validity of the methods, by comparing the similarities between the diagnoses with the results of NEQAS and then compared for statistical analysis.

The validity of the two methods is determined with 95% confidence intervals using the NEQAS-results as reference. The relative proportion of the matches of "classic" microscopy with NEQAS-results is 80%. Vision Malaria Pro system achieved a relative share of 91.11%. The statistical analysis on the 95% confidence intervals shows no significant difference of the validities of these two methods.

The results show no significant difference in the total duration of the two methods for the statistical analysis using Wilcoxon test. Overall this study shows no difference in the time of an acute diagnosis for suspected malaria. The comparison of the analysis duration shows a significant difference in diagnosis of thick blood films. The screening of thick blood films by means of the Vision Malaria Pro system is much faster. To check whether the disadvantages of high labor and personnel costs of microscopy for malaria diagnosis can be diminished through the use of Vision Malaria Pro system, the time required for the assessment of digitized blood film fields is compared with the analysis time on a conventional microscope. The outcome of the Wilcoxon test indicates a significant difference in this comparison. By eliminating the microscoping the effective working time of diagnosis on Vision Malaria Pro system is one-third of the time compared to conventional microscoping.