Titelaufnahme

Titel
Die Korrelation der Herzratenvariabilität mit Stresshormonen im Speichel
Weitere Titel
The correlation between heart rate variability and salivary stress hormones
VerfasserHaspel, Nina
Betreuer / BetreuerinMarktl, Wolfgang ; Prevedel, Christine
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)ANS / HRV / Sympathikus / Parasympathikus / Hormon / ZNS / Anpassung
Schlagwörter (EN):
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Um das Fortbestehen des menschlichen Organismus zu gewährleisten, muss eine bedarfsorientierte und kontinuierliche Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen erfolgen. Dies kann nur durch die Integration des Organismus in seine Umwelt und der Erfassung und Verarbeitung der exogenen wie auch endogenen Einflüssen sowie der Initiation möglicher Anpassungsreaktionen erfolgen. Die Steuerung und Übermittlung der Regulations- und Anpassungsmechanismen im Organismus übernehmen unter anderem das Autonome Nervensystem und das Hormonsystem. Diese beiden Übertragungs- und Informationssysteme stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander und beeinflussen und unterstützen sich in ihrer Wirkung gegenseitig. Aus diesem Grund erscheint es interessant, mögliche Assoziationen zwischen diesen beiden Informationsübertragungssystemen zu untersuchen. Für die Messung einer möglichen Korrelation liegt der Fokus innerhalb dieser Bachelorarbeit zum einen auf den Hormonkonzentrationen von Dehydroepiandrosteron, Melatonin, Cortisol und Serotonin im Speichel, um die Anpassungsreaktionen des Hormonsystems widerzuspiegeln,und zum anderen auf der Messung der Herzratenvariabilität, um die Funktionsfähigkeit und die Anpassungsmechanismen des Autonomen Nervensystems wiederzugeben.

Methoden:

Das für diese Bachelorarbeit zur Verfügung stehende Datenmaterial beruht auf bereits erhobenen Daten des HRV Wirkungsforschungsinstituts. 60 ProbandInnen erhielten in einem Beobachtungszeitraum von sechs Wochen jeweils zwei 24-Stunden-Messungen und zwei darauffolgende 5-Minuten-Messungen. Die Abgabe des Speichels zur Analyse der Konzentration von Cortisol, Melatonin, Dehydroepiandrosteron und Serotonin erfolgte am Morgen direkt nach dem Aufstehen während der 24-Stunden-Messung und vor der 5-Minuten-Messung. Durch die Zusammenfassung aller Messungen kann so auf ein Dataset mit insgesamt 120 Beobachtungen zurückgegriffen werden. Die Berechnung der Korrelation zwischen den HRV-Parametern und den Hormonen erfolgte mittels der Spearman Rangkorrelation.

Ergebnisse und Diskussion:

Innerhalb der vorliegenden Studie war es nicht möglich, statistische Belege für eine Korrelation zwischen den HRV-Parametern und den betreffenden Hormonkonzentrationen nachzuweisen. Diese Bachelorarbeit verdeutlicht jedoch den Bedarf an klar definierten kausalen Wirkungsketten und umfassenderen Daten, um die Komplexität des menschlichen Organismus konsistent zu untersuchen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background:

The human organism reacts to external and internal stimuli to maintain physiological stability and to regulate the organism’s visceral functions. These adaptation processes are mediated by the autonomic nervous system on the one hand and by the hormone system on the other hand by cooperating and interacting with each other, as well as influencing and supporting each other’s effects on the organism. Due to this, an investigation of the correlation between these two systems seems quite interesting. Thus, the focus of this bachelor thesis lies on the hormone concentrations of melatonin, dehydroepiandrosteron, serotonin and cortisol, which reflect the adaption processes of the hormone system, and on the measurement of heart rate variability (HRV), which reflects the function and adaption processes of the autonomic nervous system.

Methods and Material:

The data, which was collected by the HRV Wirkungsforschungsinstitut, was provided to determine the correlation between the HRV-analysis and the hormone concentrations of serotonin, melatonin, dehydroepiandrosteron, and cortisol. Out of a total of 60 participants, each was examined twice over a period of 6 weeks. Therefore, a 24-hours-HRV-measurement was conducted for every participant, which was then followed by a 5-minute-HRV-measurement between 08:00 am and 01:00 pm. The salivary hormone concentrations were obtained on awakening during the 24-hours-HRV-measurement and prior to the 5-minute-HRV-measurement. All of these measurements are summarized in a dataset of 120 observations and the Spearman Rank-Correlation (rs) is used in order to determine the correlation between the HRV-indices and the hormone concentration.

Results and Discussion:

It was not possible to detect a correlation between the parameters of the HRV-analysis and the hormones dehydroepiandrosteron, melatonin, cortisol and serotonin by applying the correlation coefficient rs and the scatter plots. However, due to the fact that there is a lack of data, the research question could not be clearly answered.