Titelaufnahme

Titel
Die neue Deaktivierungsverordnung 2016 der Europäischen Union
Weitere Titel
The new EU- deactivation regulation of 2016
VerfasserGrossmann, Gerald
Betreuer / BetreuerinHartmann, Natalia
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Deaktivierung / Deaktivierungsrichtlinie / Deaktivierungsverordnung – DeaktV / Dekowaffen / Demilitarisierung / Durchführungsverordnung / EU-Recht / Europäische Kommission / Feuerwaffen / Kriegsmaterial / Kriegsmaterialdeaktivierung / Kriegsmaterial-Deaktivierungsverordnung – KM-DeaktV / Schusswaffen / Terrorismus / Verordnung / Waffendeaktivierung / Waffenkriminalität / Waffenrecht / Reaktivierung
Schlagwörter (EN)Deactivation / Deactivation guideline / Deactivation regulation DeaktV / Decoration weapon / Demilitarization / Implementation regulation / EU-law / EU-legislation / European Commission / Firearms / War material / Deactivation of war material / Deactivation regulation of war material KM-DeaktV / Guns / Terrorism / Regulation / Deactivation of weapons / Deactivation of firearms / Gun-enabled crime / Weapons law / Reactivation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der neuen Gesetzeslage zur Deaktivierung von Schusswaffen und Kriegsmaterial ab dem 08. April 2016. Deaktivierte Waffen, auch demilitarisierte oder Dekowaffen genannt, sind solche, denen die Eigenschaft einer Waffe durch technische Umbaumaßnahmen entfernt wurden; sprich – sie werden abschussunfähig gemacht, womit ihre Waffeneigenschaft als erloschen gilt. Hintergrund für eine solche Entwertung liegt zumeist bei SammlerInnen, aber auch bei Firmen, die für museale Zwecke oder szenische Darstellungen realistische „Attrappen“ benötigen. Zu einer Gefahr werden Dekowaffen erst dann, wenn sie unrechtmäßig wieder in den abschussfähigen Zustand versetzt – also reaktiviert – werden.

Die beiden bisherigen nationalen Deaktivierungsverordnungen DeaktV und KM-DeaktV aus dem Jahr2012 wurden mit 08. April 2016 von der Durchführungsverordnung (EU) 2015/2403 der Kommission vom 15. Dezember 2015 zur Festlegung gemeinsamer Leitlinien über Deaktivierungsstandards und -techniken, die gewährleisten, dass Feuerwaffen bei der Deaktivierung endgültig unbrauchbar gemacht werden, ersetzt. Neben mehreren Kritikpunkten und Unklarheiten steht hier in mehreren Bereichen nationales Gesetz dem EU-Recht entgegen, was zu Problemstellungen in mehreren Mitgliedstaaten, so auch in Österreich, führt.

Der Autor der gegenständlichen Arbeit verglich in erster Instanz die beiden Gesetzeslagen vor und nach dem 08. April 2016, um Unterschiede, Neuerungen, Unklarheiten und Bedenken herauszuarbeiten. In weiterer Folge stellte er mittels ExpertInneninterviews einen direkten Bezug in die Praxis her, in dem der die Standpunkte der einzelnen Bereiche, die mit Schusswaffendeaktivierung zu tun haben (juristischer, technischer und kriminalpolizeilicher Natur, sicherheits-behördliche Kooperation auf EU-Ebene und zur Deaktivierung berechtigter Gewerbetreibender), festhält und vergleicht. Im Vordergrund der Arbeit steht jedoch stets die Forschungsfrage, ob die neue Gesetzeslage eine Vereinheitlichung der Waffendeaktivierung auf EU-Ebene mit sich bringt.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the new legal situation for the deactivation of firearms and war material, beginning with April 8th 2016. Deactivated weapons, also known as demilitarized and decoration weapons are such, where the weapons attribute has been removed by a technical alteration – meaning their definition as a fire arm has been extinguished. The reason for such devaluation mostly results out of a collector´s ideology, companies requesting deactivated weapons for museum´s or for theatric purposes, as they need authentic “dummies”. Deactivated weapons first become a problem, when they are put into an active status again – by being reactivated.

The two previous national regulations for deactivation of weapons and war material, established in 2012, were replaced by the EU´s Commission Implementation Regulation (EU) 2015/2403 of 15 December 2015 establishing common guidelines on deactivation standards and techniques for ensuring that deactivated firearms are rendered irreversibly inoperable, on April 8th 2016. Besides criticism and lack of clarity, the national legal situation conflicts with EU-law in several areas, a circumstance leading to problems in multiple member states, Austria being amongst them.

The author of the present composition first compared both legal situations – the one before and the one active as of April 8th 2016 – for working out differences, innovations, lacks of clarity and concerns. Afterwards, he assembled a direct reference to daily practice by interviewing experts directly involved in different areas concerned with the deactivation of fire weapons (legal, technical, criminal investigatory context, as well as in the field of security regulatory cooperation on an EU-level and a manufacturer) and by comparing all of their statements. The main focus during the present composition is always set on the scientific question, if the new legal situation entails standardization in the deactivation of fire weapons.