Titelaufnahme

Titel
Psychiatrische Diagnosen im Asylverfahren am Beispiel der Posttraumatischen Belastungsstörung
Weitere Titel
Psychiatric diagnoses during the asylum procedure using the example of posttraumatic stress disorder
VerfasserFiebich, Isabella
GutachterMessinger, Irene
Erschienen2017
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Trauma / Traumatisierungen / Traumadynamiken / Trauma als Prozess / Posttraumatische Belastungsstörung / Diagnosen / Diagnosenkritik / Psychiatriekritik / Pathologisierung / Therapeutisierung / Asyl / Asylverfahren / Begutachtung / Flüchtlinge / Asylsuchende / Asylwerber*innen / Geflüchtete / Soziale Arbeit / Menschenrechte
Schlagwörter (EN)trauma / traumadynamics / trauma as a process / posttraumatic stress disorder / diagnoses / criticism of diagnoses / criticism of the psychiatric system / pathologisation / asylum / asylum procedure / refugees / psychiatric examination / social work / human rights
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit setzt sich mit den Vor- und Nachteilen psychiatrischer Diagnosen am Beispiel der Posttraumatischen Belastungsstörung im Asylverfahren auseinander. Asylsuchende, welche eine PTBS diagnostiziert bekommen, verkörpern oftmals das Spannungsverhältnis zwischen einer gesellschaftspolitischen Anerkennung traumatischer Erfahrungen und dem Stigma einer „krankheitswertigen Störung“. Neben einer Annäherung an Traumabegrifflichkeiten und Traumakonzepte sowie einem Einblick in die Diagnosen- bzw. Psychiatriekritik wird insbesondere auf die Ambivalenzen des PTBS-Konstrukts eingegangen. Zudem werden Problematiken und Traumadynamiken im Rahmen des Asylverfahrens sowie in der Begutachtungssituation aufgezeigt. Abschließend wird die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem vielschichtigen und komplexen Handlungsfeld beleuchtet. Als Profession zur Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen insbesondere dem Zugang zu Grundbedürfnissen und psychosozialer Hilfe sowie als Initiatorin gesellschaftspolitischer Veränderungsprozesse und ihrem Selbstverständnis als Menschenrechtsprofession, soll die Bedeutung der Sozialen Arbeit in Zusammenhang mit der Thematik sichtbar gemacht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the pros and cons of psychiatric diagnoses particularly posttraumatic stress disorders during the asylum procedure. Asylum seekers, who are diagnosed as ptsd, represent the ambivalent relationship between a sociopolitical acknowledgment of their traumatic experiences and the stigma of a pathological disorder. In addition to the approach for trauma definitions and trauma concepts this paper looks at the criticism of diagnoses and the psychiatric system, especially the ambiguities of the ptsd-construct. Furthermore, the dynamics which are trauma related during the asylum procedure and the psychiatric examination situation will also be pointed out. Finally, the function of the profession of social work in this multidimensional and complex field will be illustrated. As a profession that intends to support people in difficult life situations mainly through getting access to basic needs and psychosocial help as well, its mission is to initiate sociopolitical processes for change. It is assumed that social work is a human rights profession, so the importance of social work with the focus on asylum seekers also needs to be made visible.