Titelaufnahme

Titel
Die Karyotypisierung verschiedener Chinesischer Hamsterovarien (CHO) Zellen
Weitere Titel
Karyotype Analysis of Chinese Hamster Ovary (CHO) Cells
VerfasserFehrer, Katharina
GutachterWimmer, Helge
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Chinesische Hamsterovarien Zellen / CHO – Zellen / Zelllinien / CHO – K1 / CHO – S / Chromosome counting / Chromosome painting / Aneuploidie
Schlagwörter (EN)Chinese hamster ovary cells / CHO cells / cell lines / CHO - K1 / CHO - S / chromosome counting / chromosome painting / aneuploidy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Chinesische Hamsterovarien (CHO) Zellen etablierten sich in den vergangen Jahrzehnten als eine der wichtigsten Zelllinien in der Pharmaindustrie. Diese Zelllinien dienen der Herstellung von biopharmazeutischen Wirkstoffen, besonderen Stellenwert erlangten sie bei der Produktion und Optimierung rekombinanter Proteine. Grund dafür ist die Vielzahl an Vorteilen die sie gegenüber anderen Systemen, wie den Mausfibroblasten oder humanen Zellen, haben. Das Problem des Einsatzes dieser Zellen stellt jedoch ihre genomische Instabilität dar. Diese Komplikation ist lange bekannt, jedoch wurde bis jetzt noch keine adäquate Lösung gefunden.

Das Ziel dieser Bachelorarbeit war es Karyotypen nach ihren numerischen und strukturellen Aberrationen zu analysieren und mittels Chromosome counting und Chromosome painting auszuwerten. Um dieses Vorhaben umzusetzen wurden CHO – K1 und CHO – S Zelllinien für sechs Monate kultiviert und zu fünf Zeitpunkten fixiert. Zudem sollte der Effekt der stabilen Integration eines Transgens in das Genom der CHO – Zellen evaluiert werden. Dafür wurde die Methode des Metaphase Spreadings eingesetzt. Mit Fluorochromen wurden Chromosome markiert beziehungsweise angefärbt, mikroskopisch aufgenommen und die Ergebnisse mit den Computerprogrammen SpotCounter und ChromaWizard visualisiert und ausgewertet.

Durch diese Studie war es möglich aufzuzeigen, dass sowohl Veränderungen der Chromosomenzahl als auch strukturelle Aberrationen bei einer Kultivierungsdauer von sechs Monaten vermehrt auftreten. Weiters scheint es, dass die Transfektion ausgewählter Reportergene die chromosomale Stabilität nicht wesentlich verändert. So muss bei der Verwendung von CHO - Zelllinien immer bedacht werden, dass diese aus einer mehr oder weniger heterogenen Anhäufung von Variationen eines Karyotypen bestehen.

Zusammenfassung (Englisch)

Over the last decades, Chinese hamster ovary (CHO) cells became a well - established production host for recombinant therapeutics. The reason for that is their various advantages compared to other mammalian or non – mammalian cell systems, like mouse fibroblasts or human cells. However, spontaneously occurring mutations and genetic rearrangements in CHO cell lines, causing chromosomal instability, are known and yet an unsolved problem.

The aim of this study was to analysis numerical and structural aneuploidies in CHO – K1 and CHO – S cells using chromosome counting and chromosome painting. Additionally, the influence of the integration of transgenes into the CHO cell genome for genetic stability was evaluated. Metaphase spreading was performed to label the probes with fluorochromes and thereafter to visualize genetic modifications with the computer programs SpotCounter and ChromaWizard.

With this study it was possible to demonstrate that the amount of chromosomes as well as structural aberration increased after a six - month cultivation. Therefore, when working with CHO cell lines it has to be kept in mind, that they consist of a heterogeneous accumulation of variations of karyotypes.