Titelaufnahme

Titel
Die Reproduzierbarkeit von Messungen der Endothelfunktion in der Mikro- und Makrozirkulation
Weitere Titel
The reproducibility of measurements of endothelial function in micro- and macrocirculation
VerfasserGartner, Julia
Betreuer / BetreuerinPrevedel, Christine
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Endothelfunktion / Flow-mediierte Dilatation (FMD) / Laser Doppler / Makrozirkulation / Mikrozirkulation / Postokklusive reaktive Hyperämie (PORH) / Reproduzierbarkeit / Ultraschall
Schlagwörter (EN)endothelial function / flow-mediated dilation (FMD) / Laser Doppler / macrocirculation / microcirculation / postocclusive reactive hyperemia (PORH) / reproducibility / Ultrasound
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Endothel stellt die innerste Schicht der Gefäße dar und hat eine Vielzahl an Funktionen. Eine davon ist die Mitwirkung bei der Gefäßtonusregulation. Den Endothelzellen wird bei atherosklerotischen Erkrankungen eine wesentliche Rolle zugeschrieben. Dabei steht zu Beginn die endotheliale Dysfunktion. Es handelt sich dabei um eine Störung des Mechanismus, Stickstoffmonoxid freizusetzen und somit eine Vasodilatation der Gefäße zu initiieren. Die endotheliale Dysfunktion führt durch ihre Progression zur Atherosklerose und zählt dadurch zu einer häufigen Erkrankung. Das Risiko dafür, kann bereits bei Kindern und Jugendlichen nachgewiesen werden.

Um die Endothelfunktion bestimmen zu können, wurden bereits mehrere Methoden beschrieben. Zu den am meisten etablierten zählen die Flow-mediierte Dilatation, die in der Makrozirkulation gemessen wird, sowie die postokklusive reaktive Hyperämie zur Bestimmung in der Mikrozirkulation. Diese Messungen wurden allerdings noch nicht methodisch miteinander verglichen.

Um eine Grundlage für weitere Studien zu haben, wurde an 10 gefäßgesunden Personen die Flow-mediierte Dilatation an der Arteria brachialis, als auch die postokklusive reaktive Hyperämie an der Handinnenfläche, über einen Zeitraum von drei Untersuchungstagen gemessen. Nach publizierten Richtlinien und Studien wurden die Untersuchungen an den Probanden/ Probandinnen durchgeführt. Die Flow-mediierte Dilatation wurde mittels Ultraschall einmal in Ruhe und einmal nach einer suprasystolischen Stauung gemessen. Zeitgleich und ebenfalls einmal vor und nach der Stauung, wurde die postokklusive reaktive Hyperämie mittels des Laser Dopplers gemessen.

Nach der Auswertung der erhobenen Daten wurden diese standardisiert (z-transformiert) um sie statistisch auswerten und miteinander vergleichen zu können, da beide Methoden in unterschiedlichen Einheiten gemessen wurden. Die Daten wurden schließlich mittels Verbunddiagrammen und Regelkarten grafisch dargestellt. Anhand der Regelkarten wurde die Reproduzierbarkeit der Daten beider Methoden dargestellt, wodurch ein direkter Vergleich der Methoden ermöglicht wird. Die Regelkarten stellen dar, ob sich die gemessenen Werte im 95%igen Konfidenzintervall befinden. Anhand dessen ist ersichtlich, dass beide Messmethoden eine gute Reproduzierbarkeit aufweisen. Da es aber bei den Regelkarten der postokklusiven reaktiven Hyperämie auch grenzwertige Messpunkte gibt, die bei der Flow-mediierten Dilatation nicht nachweisbar waren, kann gesagt werden, dass die Reproduzierbarkeit der Flow-mediierten Dilatation etwas besser ist, als die der postokklusiven reaktiven Hyperämie.

Zusammenfassung (Englisch)

The endothelium represents the inner layer of the vessels and has many functions. One of these is the co-action in vascular tone regulation. Endothelial cells are an important part of atherosclerotic diseases. At the beginning there is the so called endothelial dysfunction. It is a disturbance of the mechanism to release nitric oxide and thus initiate vasodilatation of the vessels. Endothelial dysfunction leads to atherosclerosis due to its progression which is a frequent disease. The risk for this can be demonstrated in children and adolescents. Several methods have already been described to achieve endothelial function. The most established are the flow-mediated dilatation, which is measured in the macrocirculation, as well as the postocclusive reactive hyperemia for the determination in the microcirculation. These measurements have not yet been methodically compared. In order to have a basis for further studies, at 10-vessel-healthy persons were the flow-mediated dilatation at the arteria brachialis, as well as the postocclusive reactive hyperemia at the inner side of the hand were measured over a period of three investigations. According to published guidelines and studies, the examinations were carried out on the subjects. The flow-mediated dilation was measured with ultrasound once before and once after suprasystolic stasis. Simultaneously and also once before and after stasis, the postocclusive reactive hyperemia was measured with the Laser Doppler. After analyzing the collected data, they were standardized (z-transformed) in order to be able to evaluate them statistically and compare them with each other, because both methods were measured in different units. Finally, the data were graphically displayed using compound diagrams and control charts. With the control charts is it possible to show the reproducibility of the data of both methods and make a direct comparison of both methods. The control charts represent whether the measured values are in the 95% confidence interval or not. It can be seen from this that both measurement methods have a good reproducibility. Because the control charts of the postocclusive reactive hyperemia also have border measurement points that were not detectable in the flow-mediated dilation, it can be said that the reproducibility of

flow-mediated dilation is slightly better than the reproducibility of postocclusive reactive hyperemia.