Titelaufnahme

Titel
C-Kit Mutationen beim Mastzelltumor des Hundes: Etablierung eines PCR-basierten Screenings für den Einsatz in der Routinediagnostik
Weitere Titel
C-Kit mutations in the canine mast cell tumor: a PCR-based screening for routine diagnostics
VerfasserPaquay, Amina
GutachterMilosavljevic, Dejan
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Mastzelltumor des Hundes / Mutationsanalyse / c-Kit / Exon 8 / 9 / 11 / 13 und 17
Schlagwörter (EN)canine mast cell tumor / mutation analysis / c-Kit / exon 8 / 9 / 11 / 13 and 17
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Inhalt dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Mutationsanalyse des Mastzelltumors des Hundes. Der Mastzelltumor des Hundes stellt, im Gegensatz der entsprechenden malignen Erkrankung beim Menschen, einen hohen Prozentsatz aller Tumorerkrankungen dar. Durch ausgedehnte Forschungsarbeiten an malignen Mastzelltumoren beim Hund konnten Erkenntnisse gewonnen, in die Humanmedizin übernommen und an Menschen angewendet werden.

Wie durch diverse Studien bekannt ist, können Mastzelltumore des Hundes mit einer Mutation im Genom einhergehen. Ein Bereich, welcher in mutiertem Zustand Einfluss auf die Tumorgenese haben kann, wird als Proto-Onkogen c-Kit bezeichnet. Mastzelltumore mit c-Kit Mutationen sprechen auf bestimmte Arzneimittel aus der Gruppe der reveresen Tyrosin-Kinase-Hemmer wie Toceranib und Masitinib an. Für die Indikationsstellung der Therapie mit diesen Arzneimitteln ist die Diagnose dieser Mutation wichtig, da die Therapie ansonsten wirkungslos ist und eine Belastung für den Patienten darstellt.

In der Durchführung dieser Arbeit wurden diagnostische Proben eines Patientenkollektivs von 36 Patienten retrospektiv ausgewertet. Es wurden die Exons 8, 9, 11, 13 und 17 untersucht, welche in vorherigen Studien als Orte der gesuchten Mutation identifiziert wurden. Die Arbeit dieser Studie inkludierte die Amplifikation dieser Abschnitte der genetischen Information. Im Anschluss wurden diese sequenziert, um die einzelne Basenabfolge des Exons betrachten und beurteilen zu können. Das Ergebnis dieser Forschungsarbeit zeigte, dass die Amplifizierung und Sequenzierung dieser Exons im Rahmen eines Screenings durchaus durchführbar ist. Besonderer Wert wurde auf eine zeit- und kosteneffiziente Durchführung gelegt, um dieses Screening im weiteren Verlauf in der Routinediagnostik anwenden zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim of the study was to investigate feasibility of the proto-oncogene c-Kit mutation testing in canine mast cell tumors to establish an indication for treatments with tyrosine kinase inhibitors such as masitinib and toceranib. A best practice procedure should be developed for routine diagnostic use.

Mast cell tumors in dogs are one of the most frequent skin neoplasms, and in contrast to the high incidence in dogs, the same type of cancer represents a very low percentage among human malignancies. Due to studies on dogs, which suffer from this type of cancer, findings could also be used in human medicine and vice versa.

Mutations in the proto-oncogene c-Kit, which decodes for the transmembrane SCF-receptor on the mast cell´s surface, can lead to a constant activation of the receptor, resulting in an uncontrolled proliferation of those cells. In this study, the genomic information of the proto-oncogene c-Kit of 36 dogs, which suffer from a mast cell tumor was analyzed. Previous studies identified the exons 8, 9, 11, 13 and 17 to be the most frequent sites of the mutation in question. DNA was isolated from remnant diagnostic material, amplified by PCR and sequenced. These samples from dogs were compered to reference material, to detect possible aberrations in their sequence.

Regarding the results of this study, a time- and cost-efficient work routine could be achieved. Although the patient database was small, aberrations could be found, showing that this screening can be used for diagnostic purposes. Two of the patients, who suffered from a mast cell tumor showed base aberrations in exon 11, assuming those mutations could influence tumorigenesis, proliferation and metastatic spread. In conclusion, this study provided a brief insight into the genetic routine diagnostics, but further studies should be carried out to extend the knowledge in those malignancies.