Titelaufnahme

Titel
Chinesische Hamsterovarien(CHO) Zellen und die Frage ihrer genomischen Stabilität
Weitere Titel
Chinese Hamster Ovary (CHO) cells and the issue about genomic stability
AutorInnenFehrer, Katharina
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Chinese Hamster Ovary Zellen / CHO – K1 / CHO – Zellen / Chromosomale Veränderungen / Karyotyp / G - banding / Genomische Instabilität / Kultivierung / Nährmedien
Schlagwörter (EN)Chinese Hamster Ovary cells / CHO - K1 / CHO cells / chromosomal rearrangements / karyotype / G - banding / genomic instability / cultivation / culture medium
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kulturen tierischer Zellen werden vorwiegend verwendet um Produkte herzustellen, die mit rekombinanten Mikroorganismen nicht gewonnen werden können, vor Allem zur Produktion von Vakzinen, therapeutischen und diagnostischen Proteinen. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Kulturmedien, der korrekten Faltung der rekombinanten Proteine und deren post-translationaler Modifikation zählen Chinese Hamster Ovary (CHO) Zellen zu den am häufigsten genutzten permanenten Zelllinien. Neben ihrer unbegrenzten Vermehrungsfähigkeit, der kurzen Generationszeit (20-30h) und der verhähltnismäßig anspruchslosen Kultivierung können CHO-Zellen auch in Suspension zu einer hohen Zelldichte wachsen. Wegen ihrer geringen Empfindlichkeit gegenüber Scherkräften, sind CHO-Zellen zur Vermehrung im Bioreaktor geeignet. Das früher in den meisten Nährmedien enthaltene fetale Kälberserum, welches zahlreiche, für gutes Wachstum erforderliche Proteine enthält, wird heute in Serum-freien Medien supplementiert. Trotz stetiger Bestrebungen die Produktion der rekombinanten Proteine zu optimieren, zeigen Studien einen häufigen Rückgang der Produktivität mit einhergehender genomischer Instabilität. Spontane Mutationen wie Translokationen, Inversionen und Deletionen geschehen unvorhersehbar und verursachen unter Anderem chromosomale Veränderungen. Über die genauen Ursachen und Mechanismen der Instabilität ist kaum etwas bekannt. Die kürzliche Sequenzierung des chinesischen Hamstergenoms sowie verschiedener CHO – Zelllinien wird maßgeblich dazu beitragen die Forschung in diese Richtung voranzutreiben.

Zusammenfassung (Englisch)

For several years the Chinese hamster ovary (CHO) cells are the most frequently used mammalian cells for recombinant production in the pharmaceutical industry. Because of its wide adaptability to different culture media, proper folding and post – translational modification of the recombinant proteins, CHO cells are the favored study object compared to bacteria or plants. Serum – free media were developed for the prevention or minimization of the risk of transmitting undesired substances. Despite continuous efforts to improve environmental conditions, studies indicate a frequent drop in productivity, along with genomic instability. Spontaneous mutations, such as translocation, inversion and deletion, occur unpredictably and cause chromosomal rearrangements. The exact causes and mechanisms behind the instability are widely unknown. Although scientists are far from being able to understand the whole genome sequence of CHO, the knowledge of this sequence will make an enormous impact on today’s scientific research.