Titelaufnahme

Titel
Wirkweise von Immunmodulierenden Wirkstoffen (IMiDs) und mögliche Implikationen für neue Therapieansätze
Weitere Titel
Mechanism of action of immunomodulatory drugs (IMiDs) and possible implications for new therapeutic strategies
VerfasserPostel, Katharina
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Multiples Myelom / IMiDs / Cereblon
Schlagwörter (EN)Multiple Myeloma / IMiDs / Cereblon
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Immunmodulierende Wirkstoffe (IMiDs) nehmen heutzutage einen hohen Stellenwert in der Behandlung des Multiplen Myeloms ein. IMiDs weisen sowohl eine direkte Aktivität gegen Myelomzellen auf, als auch indirekte Effekte durch die Modulierung unterschiedlicher Zellpopulationen des Knochenmarks. Darunter fallen unter anderem die direkte Stimulation von Immunzellpopulationen (z.B. T- und NK-Zellen), sowie die Deregulierung von Zytokinen. Infolge der Identifizierung des Schlüsselproteins für die Aktivität von IMiDs, Cereblon, und weiterer Moleküle (Ikaros, Aiolos, MCT-1, IRF-4, CD147), welche in den Wirkmechanismus integriert sind, konnte ein großer Schritt hinsichtlich des Verständnisses der Wirkweise von IMiDs erzielt werden. Obwohl der exakte Mechanismus noch nicht restlos geklärt ist, könnten die gewonnenen Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Therapiestrategien herangezogen werden.

Das Ziel dieser Arbeit ist die Definierung und Aufarbeitung der Wirkweise von immunmodulierenden Wirkstoffen (z.B. Lenalidomid und Pomalidomid) im Multiplen Myelom, sowie die Ableitung der gesammelten Daten für die klinische Praxis, mit dem Gedanken mögliche Implikationen für neue Therapieansätze zu definieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Immunomodulatory drugs (IMiDs) such as lenalidomide and pomalidomide are an essential element in the treatment of multiple myeloma (MM). These drugs hamper the growth of MM cells in the bone marrow microenvironment via indirect and direct anti-tumor effects. However, the precise mechanism of action (MOA) of IMiDs was largely unknown until Cereblon was identified as the key target of IMiDs. Subsequently, additional molecules (Ikaros, Aiolos, IRF-4, MCT-1, CD147) were revealed as direct targets of the IMiD-Cereblon-complex and thereby enabled a deeper understanding of the MOA of IMiDs (e.g. stimulation of immune cell populations or cytotoxic activity in myeloma cells). Although there are likely alternative pathways mediating IMiD activity, these recent findings could provide substantial progress in the stratification and treatment of myeloma patients assigned to IMiD based therapies.

The aim of this thesis is to investigate the mechanism of action of immunomodulatory drugs in multiple myeloma. Furthermore, the study attempts to define potential implications of the collected literature for the clinical practice such as the characterization of predictive markers and development of new therapeutic strategies.