Titelaufnahme

Titel
Väterkarenz im österreichischen Bundesdienst
Weitere Titel
Paternity leave in the Austrian Federal Civil Service
VerfasserIdinger, Sandra
GutachterKirchner, Susanne ; Dahlvik, Julia
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Erziehungsurlaub / Karenz / Kinderbetreuungsgeld / Mutterschutz / Papamonat / Teilzeit / Väterkarenz
Schlagwörter (EN)parental leave / leave / Childcare allowance / Maternity leave / Dad month / part-time / paternity leave
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik Väterkarenz im Bundesministerium für Finanzen. Neben den betrieblichen Rahmenbedingungen für die Inanspruchnahme von Väterkarenz, werden mögliche Auswirkungen auf die berufliche Karriere untersucht.

Bereits seit dem Jahr 1999 gibt es in Österreich die Möglichkeit, Väterkarenz in Anspruch zu nehmen, jedoch wird dieses Angebot nur von sehr wenigen Vätern genutzt. Männer möchten sich zwar vermehrt aktiv um die Familie kümmern, jedoch stellt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch eine große Herausforderung dar. Dies wird vor allem dann offensichtlich, wenn eine Karriere angestrebt wird, da dies meist einen erhöhten Arbeitseinsatz, Flexibilität sowie Bereitschaft verlangt. Das Thema Väterkarenz und deren mögliche Auswirkung auf die Karriere spielen im heutigen Alltag eine immer größere Rolle.

Im Zuge dieser Arbeit wurde mittels empirischer Erhebung analysiert, ob die Mitarbeiter des BMF vor ihrer Väterkarenzinanspruchnahme Angst vor Karrierebarrieren hatten oder ob sich die Karenz sogar auf die angestrebte Karriere auswirkte. Es wurden die Reaktionen der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers sowie der direkten Vorgesetzten angesprochen.

Im Rahmen der Forschung konnte festgestellt werden, dass das BMF als unterstützender Arbeitgeber auftritt. Dies ist auch der Grund dafür, dass die meisten interviewten Personen ohne Bedenken Väterkarenz in Anspruch genommen haben bzw. gegenüber einer weiteren Karenz aufgeschlossen wären. Oftmals hängt dies auch mit dem Prioritätenwechsel der befragten Mitarbeiter zusammen, den diese nach der Geburt ihrer Kinder durchlebten. Die Interviewpartner des BMF begrüßen auch die Flexibilisierungsmaßnahmen, wie beispielsweise Gleitzeit oder Homeoffice, die ihnen die Möglichkeiten geben, auch nach der Karenz genügend Zeit mit den Kindern und der Familie zu verbringen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the topic of paternity leave within the Ministry of Finance. Apart from the organizational frame work, possible implications on career development will also be looked into.

The Austrian federal government, as an employer, implemented a policy on paternity leave in 1999. However, only a very few have opted for this entitlement ever since. Despite many male colleagues wanting to actively spend more time around their family, finding a suitable balance between family and career remains a critical challenge. Especially those pursuing a career track may need to sacrifice high levels of organizational commitment, flexibility and availability. Thus, considerations regarding paternity leave and its possible implications on a career are becoming more and more prudent.

This thesis will use empirical evidence to determine whether employees of the Ministry of Finance face fears ahead of requesting paternity leave and whether such leave had any implications on their career. Responses were recorded from employees, line managers as well as senior management.

The research recorded a supportive culture within the Ministry of Finance. This provided the basis for an overwhelming number of persons interviewed stating to have already taken paternity leave without any fear of repercussion and may even do so again. Research also recorded a shift in priorities following child birth which may also be connected to the motivation of requesting paternity leave. Work-life balance provisions such as flexible working hours and Home Office have also been widely appreciated, allowing employees to spend sufficient time with their families after time spent on paternity leave.