Titelaufnahme

Titel
Mobbing bei Jugendlichen im Südburgenland
Weitere Titel
Mobbing among young people in the South Burgenland
VerfasserResner, Beate
GutachterMayer, Stefanie ; Celec, Andreas
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Mobbing / Jugendliche / Südburgenland / Prävention / Schule
Schlagwörter (EN)mobbing / young people / South Burgenland / prevention / school
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Mobbing in der Schule und den Erfahrungen von Jugendlichen mit diesem Phänomen. Mittels einer umfassenden Recherche und Auswertung wissenschaftlicher Literatur wird zunächst erforscht, welche Aspekte für die Ursachen von Mobbinghandlungen relevant sind. In der Folge dient eine empirische Untersuchung mittels Fragebogen zur Erhebung der Perspektive von Jugendlichen auf das Phänomen Mobbing und auf die Rolle von Lehrpersonen in Bezug darauf.

Laut einer veröffentlichten Sonderauswertung der PISA-Studie 2015, die allerdings keine Ursachen erhob, wurden in Österreich 19 Prozent der Jugendlichen schon einmal gemobbt. Generell sind die in der Literatur analysierten Ursachen für Mobbing vielfältig und umstritten und werden u.a. in der Persönlichkeitsentwicklung der Täterinnen und Täter, in der sozialen Situation in der Schulklasse und im Persönlichkeitsprofil der Opfer vermutet.

Zentral für Mobbing ist in allen Fällen ein Machtungleichgewicht zwischen Opfer und Mobbern. Die Umfrage unter Jugendlichen im Südburgenland ergab, dass 43 Prozent der Befragten nach eigener Einschätzung schon einmal gemobbt wurden. Als Hauptursachen wurde von der überwiegenden Mehrheit der Jugendlichen Kleidung und Aussehen/Figur des Opfers angenommen. Die Umfrage zeigte einerseits ein hohes Unrechtsbewusstsein der Jugendlichen in Bezug auf Mobbing, gleichzeitig aber nur geringe Handlungskompetenz. Dies betrifft nach Einschätzung der Jugendlichen auch Lehrpersonen – 19 Prozent sind der Meinung, dass Mobbing ein Problem ist, bei dem Lehrerinnen und Lehrer einfach wegsehen und fast 24 Prozent geben an, dass Lehrerinnen und Lehrer nichts gegen Mobbing machen können.

Die Ergebnisse belegen deutlich die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen, die die Institution Schule als Ganzes umfassen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis investigates the topic mobbing at school and the experiences young people made with this phenomenon. Based on a comprehensive research and analyse of relevant scientific literature, I focused on the reasons for mobbing and the main aspects for them. An empirical study, conducted via an online survey analyses the perspective of young people and the role teachers play concerning the phenomenon mobbing.

According to an official special evaluation of PISA of 2015, 19 percent of Austrian young people have already been a victim of mobbing. Though, this evaluation did not take a closer look on the reasons. In general, reasons for mobbing analysed in literature are diverse and causing friction. It is assumed that they are very closely linked to the personality development of the offender, the social situation in class and the personality of the victims.

All cases of mobbing have in common that there is an imbalance of power between offender and victim. The survey conducted among young people in South Burgenland revealed that 43 percent of them stated they feel to already have been a victim of mobbing. More than half of them named clothes and looks/weight as the reasons for it. On the one hand, the survey showed that the young people have a high awareness of what's wrong when it comes to mobbing, though, on the other hand, they have a low level of competence to act.

This is also true for teachers the questioned people stated. Teachers do not care about mobbing at school, 19 percent stated and almost one quarter was of the opinion that teachers are not able to act.

The results demonstrate very well that preventive initiatives to fight mobbing which integrate the institution school as a whole are needed.