Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von parakrinen Faktoren mononukleärer Zellen des peripheren Blutes auf Hautwunden
Weitere Titel
The impact of paracrine factors from peripheral blood mononuclear cells on skin wounds
VerfasserBöhm, Marlene
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)APOSEC / mononukleäre Zellen des peripheren Blutes (PBMC) / Sekretom / Hautwunden / Wundbehandlung
Schlagwörter (EN)APOSEC / peripheral blood mononuclear cells (PBMC) / secretome / skin wounds / wound treatment
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Literaturbearbeitung, welche sich mit der Problematik der Wundheilung – im Speziellen mit der Behandlung von Hautwunden mit parakrinen Faktoren apoptotischer mononukleärer Zellen des peripheren Blutes (PBMCs) – beschäftigt. Die Wundbehandlung ist oft schwierig und vor allem bei chronischen Wunden stellt sie eine Herausforderung dar, da die eingesetzten Therapien oftmals keine effektive Wirkung zeigen. Daher steht die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten im Mittelpunkt der Forschung. Die parakrinen Faktoren von PBMCs (Sekretom dieser Zellen) wurden untersucht und die einzelnen Bestandteile analysiert. Dabei konnte festgestellt werden, dass sich das Sekretom aus Proteinen, Lipiden und extrazellulären Vesikeln (Exosome und Mikropartikel) zusammensetzt, wobei in erster Linie Proteine sowie Exosome zu einer beschleunigten Wundheilung im Rahmen von in vitro Experimenten führten. Um die Wirkung des Sekretoms der PBMCs noch effektiver zu machen, werden die Zellen mit ionisierender Strahlung vorbehandelt. Dabei wird in den Zellen ein programmierter Zelltod (Apoptose) ausgelöst, wodurch die Ausschüttung der parakrinen Faktoren erhöht wird. Mit diesem Sekretom (APOSEC) konnten in Maus- und Schweinemodellen bereits vielversprechende Therapieerfolge erzielt werden. Die genauen Wirkungsmechanismen der Bestandteile des Sekretoms sind noch unklar. Es konnte jedoch gezeigt werden, dass durch APOSEC in den Tiermodellen eine verbesserte epitheliale Regeneration und Neubildung von Blutgefäßen erzielt werden kann. Zudem konnte festgestellt werden, dass das Narbengewebe bezüglich Elastizität qualitativ besser wird.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass parakrine Faktoren von apoptotischen PBMCs eine positive, regenerative Wirkung im Körper hervorrufen und somit die Wiederherstellung von beschädigtem Gewebe fördern sowie die Wundheilung beschleunigen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is a literature treatment, which is dealing with the problem of wound healing – in particular with the treatment of skin wounds with paracrine factors from apoptotic peripheral blood mononuclear cells (PBMCs). The treatment of wounds is often difficult and especially in chronic wounds it poses a challenge, because used therapies often don´t make effective impact. Therefore the development of new therapeutic possibilities is the focus of research. The paracrine factors from PBMCs (secretome of these cells) were investigated and the components were analyzed in detail. It was found, that the secretome consists of proteins, lipids and extracellular vesicles (exosomes and microparticles), although proteins and exosomes led to accelerated wound healing in in vitro experiments. To make the secretome from PBMCs even more effective, the cells are pre-treated with ionizing radiation. A programmed cell death (apoptosis) is triggered in the cells, which improves the release of the paracrine factors. With this secretome (APOSEC) promising therapeutic successes could be achieved in mouse and porcine model. The exact modes of action of the components of the secretome are still unclear. However, an improved epithelial regeneration and new formation of blood vessels can be achieved by APOSEC in animal models. In addition, APOSEC improved the quality of the scar.

In summary, paracrine factors of apoptotic PBMCs excite a positive, regenerative impact in the body and benefit the regeneration of injured tissue and accelerated wound healing.