Titelaufnahme

Titel
Die Rolle von Faktor VIII in der plasmatischen Gerinnung und Messung mit koagulometrischer und chromogener Methodik
Weitere Titel
The role of factor VIII in blood coagulation and use of chromogenic and clotting tests for activity assay
VerfasserLysy, Katharina
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Faktor VIII / Hämophilie A / Koagulometrische Messung / Chromogene Messung
Schlagwörter (EN)Factor VIII / Haemophilia A / Clotting test / Chromogenic test
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Gerinnungsfaktor VIII, auch als antihämophiles Globulin A bezeichnet. Mittels Literaturbearbeitung werden insbesondere sein Aufbau, seine spezifische Rolle in der plasmatischen Gerinnung, Charakteristiken und Therapiemöglichkeiten eines Faktor-VIII-Mangels, sowie die gezielte Messung im klinischen Labor, behandelt. Zusätzlich wird ein kurzer Überblick über die besonderen mit der Messung von Faktor VIII verbundenen Herausforderungen gegeben.

Faktor VIII ist ein wichtiger Bestandteil der plasmatischen Gerinnung. Ist seine Aktivität im Plasma vermindert, spricht man von einer Hämophilie A. Sie wird X-chromosomal- rezessiv vererbt und ist somit eine angeborene Blutungsneigung, die vorrangig Männer betrifft. Sie äußert sich in Blutungsepisoden unterschiedlichen Schweregrades, abhängig vom Ausprägungsgrad der Erkrankung. Die Therapie dieser Blutungen besteht in der Substitution des fehlenden Faktor VIII in Form von Plasmakonzentraten, die entweder durch Kryopräzipitation und Aufreinigung von SpenderInnenplasma oder rekombinante DNA-Technologie hergestellt werden.

Die Erfassung von FVIII-Mängeln erfolgt in erster Linie durch die Messung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit und in weiterer Folge durch Einzelfaktorbestimmungen, zur genauen Messung der FVIII-Aktivität im Plasma. Dabei wird zwischen koagulometrischen und chromogenen Messmethoden unterschieden, wobei diese Verfahren unter Umständen unterschiedliche Messergebnisse liefern können. Zusätzlich hat die Art des gemessenen Faktor VIII, d.h. ob humaner oder rekombinanter Herkunft, Einfluss auf das Messergebnis.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to determine the role of coagulation factor VIII in the clotting process explaining its structure, activation and inactivation mechanisms, the clinics of its deficiency and different assay methods in clinical laboratories.

Clotting factor VIII plays a crucial role in blood coagulation. Deficiencies in factor VIII levels result in a higher bleeding risk, known as haemophilia A. This disease affects mostly the male population, as it is a X-linked trait. Haemophilia A causes patients to suffer from atypical bleeding episodes, their intensity and duration depending on the severity of the disorder. Bleeding can be treated only through intravenous administration of factor VIII plasma concentrates of human origin or produced by recombinant DNA technology.

Factor VIII is assayed by measuring the activated partial thromboplastin time and, to determine its activity, by single factor analyses using both clotting and chromogenic methods. However, discrepancies in the results of these tests can be found as well as differences when measuring factor VIII potencies in human plasma and recombinant concentrates.