Titelaufnahme

Titel
Junge Erwachsene als eigenständige Zielgruppe Sozialer Arbeit. Entgrenzung der Lebensalter
Weitere Titel
Young Adults as an Independant Target Group of Social Work
VerfasserKornfeld, Barbara
GutachterHofer, Manuela
Erschienen2017
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Soziale Arbeit / Junge Erwachsene / Entgrenzung der Lebensalter / Übergänge / Entwicklungsaufgaben
Schlagwörter (EN)Social Work / Young Adults / Dissolution of Age / Transitions / Development Tasks
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Gesellschaftliche, ökonomische und soziodemographische Veränderungsprozesse bedingen eine Entgrenzung der „klassischen“ Lebensphasen und bringen so „Normalitätsvorstellungen“ und damit verbundene Verhaltens- und Handlungsvorgaben ins Schwanken.

Die Altersphase bzw. Entwicklungsphase der Jungen Erwachsenen wird im Kontext dieser Veränderungsprozesse diskutiert, indem sie als Resultat dieser gedeutet werden kann und indem sie sich in einem Spannungsverhältnis zwischen einerseits der Institutionalisierung des Lebenslauf und andererseits der Destandardisierung des Lebenslaufs befindet.

In weiterer Folge findet eine Analyse rund um die Altersphase der Jungen Erwachsenen statt, wobei einerseits gesellschaftliche Anforderungen dargestellt werden, die diese Phase mitbestimmen. Andererseits wird auf die Individualisierung von Übergängen eingegangen, wodurch Junge Erwachsene Entscheidungen dbzgl. zunehmend selbst verantworten müssen und sich dabei immer weniger auf verlässliche Vorgaben und kollektive Muster verlassen können.

Insofern ist die Phase der Jungen Erwachsenen auch von prekären Lebenssituationen geprägt, die je nach dem Vorhandensein von familialen, personalen, ökonomischen und sozialen Ressourcen mehr oder weniger gut gemeistert werden können. Im Weiteren wird die Bedeutung und Positionierung der Sozialen Arbeit im Kontext von Ungleichheitsdynamiken, die die individuellen Lebenslagen Junger Erwachsener beeinflussen, herausgearbeitet.

Soziale Arbeit befindet sich hier in einem Spannungsverhältnis zwischen Normierung bzw. Kontrolle und bedarfsgerechter Unterstützung im Sinne ihrer Klient*innen wieder. Insofern werden Forderungen anhand dieser Analysen herausgearbeitet, dass die Soziale Arbeit als kritische Soziale Arbeit die Personengruppe der Jungen Erwachsenen als eine eigenständige Zielgruppe fachlich definieren muss, damit deren Unterstützungsansprüche auch in der Sozialpolitik an Aufmerksamkeit und Legitimation gewinnen.

Zusammenfassung (Englisch)

Societal, economic and socio-demographic processes of change induce an erosion of the „classic“ stages of life and thus destabilize normative notions of such phases as well as associated ideas of conduct and actions.

The developmental stage of young adults in the context of these processes of change will be discussed by interpreting it as a result of such and due to the situated conflict between the institutionalization of life course and the de-standardization of life course.

Subsequently an analyses of the developmental age of young adults will be conducted in which on one hand societal demands that are co-determining this stage will be illustrated. On the other hand a focus will be placed upon the individualization of transitons whereby young adults have to be increasingly more responsible for their decisions and can rely less on dependable guidelines and collective models.

Insofar the stage of young adulthood is also shaped by precarious life situations which depending on the availability of familial, personal, economic and social resources can be coped with to a greater or lesser extent. A further focus will be given to the significance and position of social work within the context of inequality which are influencing the individual life circumstances of young adults.

Here social work is situated in a conflict between standardization or control and needs based support for its clients. By means of this analysis demands will be mapped out that social work as critical social work needs to professionally define the group of young adults as an autonomous target group in order to gain attention and legitimazation within social politics for their rights to benefits.