Titelaufnahme

Titel
Ausbruchsmanagement bei infektiösen Durchfallerkrankungen auf Akutstationen
Weitere Titel
Outbreak management of infectious diarrheal disease in acute care units
VerfasserKral, Julia
Betreuer / BetreuerinKurt, Cigdem
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Infektionslehre / Infektiologie / Noroviren / Clostridium Difficile / Durchfallerkrankungen / Nosokomiale Infektionen / Hygiene im Krankenhaus / Aufgabe der Pflege in der Krankenhaushygiene / Durchfallinfektionen Krankenhäuser Österreich / nosokomiale Infektionen Österreich / Aktion Saubere Hände / Ausbruchsmanagement / Surveillance / usw.
Schlagwörter (EN)Outbreakmanagement / infectious diarrheal disease / nosocomial infection / hand hygiene compliance / infection prevention / hygienemanagement / usw.
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Infektiöse Durchfallerkrankungen, die besonders im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt oder einer medizinischen Intervention stehen, aber auch von außen in eine Gesundheitseinrichtung eingeschleppt werden, stellen eine oftmals unterschätzte Thematik dar und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie sind nicht nur unangenehm für die Betroffenen selbst, sondern bedeuten auch für die medizinische Einrichtung eine große Herausforderung, denn die Infektionen führen zu höheren Kosten, durch längere Krankenhausaufenthalte, sowie einer erhöhten Gefahr für MitarbeiterInnen und zusätzlichen Stress für alle Beteiligten. Insbesondere PatientInnen auf Akutstationen wie beispielsweise chirurgische Abteilungen, zeigen nicht selten durch operative Eingriffe, verordneter Antibiotikaprophylaxen oder invasiver Interventionen durch Drainagen und Kathetern, aber auch durch eine häufige Multimorbidität ein erhöhtes Risiko an einer nosokomialen Infektion zu erkranken. Auch die rasche Vermehrung von Durchfallerregern verstärkt die vorherrschende Problematik und führt vielmals zu einer schnellen Ausbreitung auf der gesamten Station oder gar in der kompletten Einrichtung. Im Falle eines Ausbruchs muss dann nicht nur schnell agiert, sondern auch gezielt Maßnahmen gesetzt werden, die eine baldige Beendigung und ein gutes Management der Situation ermöglichen. Fehlendes Wissen bzw. Material, aber auch Personalmangel und nicht vorhandene Möglichkeiten der Isolierung begünstigen das außer Kontrolle geraten einer solchen Situation. Ein Ausbruchsmanagement Team und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hygienefachkräften und dem Personal betroffener Stationen, kann dies verhindern. Die Kommunikation sowohl zwischen den MitarbeiterInnen, als auch mit den PatientInnen selbst, stellen hierbei die Basis einer guten Ausbruchskontrolle dar und ermöglicht ein akkurates Handeln.

Auch präventives Handeln ist unumgänglich und bei infektiösen Durchfallerkrankungen vielfältig, denn wenn Infektionen gar nicht erst aufkommen, kann eine zusätzliche Belastung für PatientInnen und Personal verhindert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Infectious diarrheal diseases, which show a connection to hospital stays and medical interventions or are brought into a health care facility from the outside, are an issue that is often underestimated and has recently gained importance. Not only beacause they are unpleasant for the affected patient, they also pose a challenge for health care facilities, as diarrheal infections lead to longer hospital stays, which in turn lead to higher costs, as well as a higher risk of infections for nursing staff and increased stress for all involved parties. Especially patients of intensive care units are at higher risk of contracting diarrhea because of surgical interventions, for instance prophylactic antibiotics, invasive interventions such as drainages or catheters, or multimorbidity. Furthermore the rapid progeny of pathogens increases the prevalent set of problems and often leads to spreading of infections in the ward or even the whole medical facility. Acting quickly and taking measures to control and manage the situation are very important in case of an outbreak of diarrheal disease. Lack of knowledge, material or hospital staff and insufficient quarantine measures are factors that contribute to the easy spreading of such infections. Assembling a team to control the outbreak as well as interdisciplinary communication between specialized personnel and nursing staff of the affected ward can prevent such situations. In this connection, the basis of managing the outbreak is formed by appropriate communication between hospital staff and patients.

Furthermore, pre-emptive actions are essential and manifold when it comes to infectious diarrheal diseases; if infections do not occur in the first place, a significant amount of additional stress for both, patients and staff, can be prevented.