Titelaufnahme

Titel
Häufigkeit und Relevanz von Schlafatemstörungen bei Patienten/Patientinnen mit chronisch stabiler Herzinsuffizienz
Weitere Titel
Prevalence and relevance of sleep breathing disorders in outpatients with stable chronic heart failure
VerfasserWeiss, Christina
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Herzinsuffizienz / Schlafbezogene Atmungsstörung / Obstruktive Schlafatemstörung / Zentrale Schlafatemstörung / Cheyne-Stokes-Atmung / Hypoventilations- und Hypoxämiesyndrome
Schlagwörter (EN)Heart failure / Sleep-related breathing disorders / Obstructive sleep apnea / Central sleep apnea / Cheyne-Stokes respiration / Hypoventilation syndromes
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Auftreten von schlafbezogenen Atmungsstörungen und einer chronisch stabilen Herzinsuffizienz. Die Diagnose einer Herzinsuffizienz ist zu Beginn oft mit Schwierigkeiten verbunden, da die Symptome relativ unspezifisch sind. Zusätzlich sollte sie nicht als eigenständige Krankheit angesehen werden, da die Herzinsuffizienz neuen Studienergebnissen zufolge häufig in Korrelation mit einer Schlafatmungsstörung auftritt. Zu dieser Gruppe gehören sowohl obstruktive als auch zentrale Schlafapnoesyndrome. Bei Atmungsstörungen mit Obstruktion erschlafft im Schlaf die Oro- und Hypopharynxmuskulatur, wodurch es zu einem partiellen (Hypopnoe) oder kompletten (Apnoe) Verschluss der oberen Atemwege kommt. Im Gegensatz dazu treten bei zentralen Atmungsstörungen Beeinträchtigungen der Regulation und Mechanik der normalen Atmung auf, die oberen Atemwege werden hierbei jedoch nicht verschlossen. Durch eine sorgfältige Literaturbearbeitung wurde deutlich, dass die Prävalenz von schlafbezogenen Atmungsstörungen bei Patienten/ Patientinnen mit chronischer Herzinsuffizienz bei rund 50% liegt. Abhängig ist dies vom Schweregrad der Schlafatmungsstörung und der Art der Linksventrikelfunktionsstörung. So ist die Prävalenz von zentralen Atmungsstörungen mit Cheyne-Stokes-Atmung bei Patienten/Patientinnen mit einer reduzierten Ejektionsfraktion höher, als bei jenen mit erhaltener Ejektionsfraktion. Die genauen pathophysiologischen Mechanismen sind bis heute noch nicht genau bekannt, sicher ist jedoch, dass es sich beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom um einen unabhängigen Risikofaktor für eine chronische Herzinsuffizienz handelt. Das zentrale Schlafapnoesyndrom tritt erst als Symptom einer bereits bestehenden kardialen Erkrankung auf. Durch die höhere Anfälligkeit für Stressfaktoren bei einer Herzinsuffizienz ist ein obstruktives Schlafapnoesyndrom für diese Patienten vermutlich gefährlicher als eine zentrale Schlafatemstörung.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the correlation between sleep-related breathing disorders and chronic heart failure. The diagnosis of heart failure is often associated with difficulties because of unspecific symptoms. Furthermore, it should not be considered as an independent disease because it is often associated with sleep-related breathing disorders, including both obstructive and central sleep apnea syndromes. In obstructive sleep apnea syndromes the muscles of the oropharynx and the hypopharynx collapse during sleep and as a result, there is a partial (hypopnea) or complete (apnea) obstruction of the upper airways. In contrast, in central sleep apnea syndromes disturbances of the regulation and mechanism of breathing occur without an obstruction of the upper airways. A careful literature review showed that the prevalence of sleep-related breathing disorders in patients’ with chronic heart failure is around 50%. These results depend on the severity of the breathing disorder and the type of the left ventricular ejection impairment. On that account, the prevalence of central sleep apnea syndromes with Cheyne-Stokes breathing is higher for patients with a reduced ejection fraction than those with a preserved left ventricular function. The exact pathophysiological mechanisms are not known yet, but there is evidence that obstructive sleep apnea is an independent risk factor of chronic heart failure. On the contrary, central sleep apnea syndrome only occurs as a symptom of a present cardiac disease. Because of the higher susceptibility to stress factors in patients with heart failure, the obstructive sleep apnea syndrome is supposed to be more dangerous to these patients than central sleep breathing disorders.