Titelaufnahme

Titel
Tai Chi als Bestandteil der Sturzprophylaxe bei Morbus Parkinson
Weitere Titel
Tai Chi as a Component in the Prevention of Falls in Parkinson's Disease
VerfasserÖmer, Christiane
Betreuer / BetreuerinAiglesberger, Michael
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Tai Chi / Parkinson / Sturz / Sturzprophylaxe
Schlagwörter (EN)Tai Chi / Parkinson's disease / fall / prevention of falls
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Morbus Parkinson geht mit den vier Hauptsymptomen Tremor, Rigor, Akinese und einer gestörten Aufrechthaltung des Körpers einher. Im Verlauf der Erkrankung vermindert sich die Balance, der Gang verändert sich und motorische Fähigkeiten werden gestört. Stürze sind oft die Folge. Die traditionelle chinesische Medizin, mit ihren langsamen, fließenden, auf das Gleichgewicht bedachten Bewegungen, gewinnt in der Behandlung und Prävention von Morbus Parkinson und ihren Folgen an Bedeutung. Durch die großen Effekte ist Tai Chi als Komponente der Parkinson Behandlung bereits als klinisch relevant zu betrachten.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und Effektivität von Übungen aus dem Tai Chi als Bestandteil der Sturzprophylaxe zu prüfen.

Die vorliegende Arbeit ist ein Literaturwerk, dem eine systematische Literatur Recherche in drei einschlägigen Pflegedatenbänken zugrunde liegt. Mit Hilfe definierter Suchtermini und Ein- und Ausschlusskriterien wurden sieben englischsprachige Studien ausgewählt, und für die Beantwortung der Forschungsfrage um Ergebnisteil verwendet.

Alle im Ergebnisteil verwendeten Studien verzeichnen negative Effekte von Tai Chi auf das Sturzrisiko bei Morbus Parkinson. Zumeist werden Verbesserungen in den Bereichen Balance, Motorik, Mobilität und Sturzhäufigkeit beschrieben.

Von zwei Autorengruppen wird eine Kombination aus Tai Chi und Medikation empfohlen. Eine weitere befürwortet weitere Nachforschungen.

Weitere Nachforschungen sind notwendig, um die Ergebnisse zu prüfen, eventuelle Langzeiteffekte nachzuweisen und auch um mögliche regionale Unterschiede auszuschließen oder zu erläutern. Außerdem sollte überprüft werden, ob unterschiedliche Formen des Tai Chi das Ergebnis beeinflussen.

In die Praxis sollte diese Thematik vor allem in Form der Information und Edukation von Betroffenen eingebaut werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Parkinson’s disease manifests itself by four cardinal clinical symptoms: tremor, rigidity, bradykinesia and postural instability. In the course of the disease also balance disruption, gait impairment and motor dysfunction occur, with falls often being a consequence. Tai Chi with its slow and flowing movements is increasingly gaining attention in the treatment and the prevention of Parkinson’s disease and its follow-up effects. Due to the favorable impacts of Tai Chi is already clinically relevant in the treatment of Parkinson.

The purpose of this thesis is to examine the relevance and efficiency of Tai Chi in fall prevention in Parkinson’s disease.

This paper is based on a systematic research of three databases. In each of the three databases the same key terms were looked up. Papers were then selected in accordance with predetermined inclusion and exclusion criteria. Seven suitable English studies were then picked to answer the research question.

All studies discussed in the result section of this paper highlight the beneficial impacts of Tai Chi in fall prevention in Parkinson’s disease; mostly with regard to balance, motor function, agility and the number of falls. Two author groups recommend a combination of tai chi and medication. Another one acknowledges that further research needs to be done.

There is a call for further research in order to prove former results, to detect potential long-term benefits and to eliminate or to explicate possible regional differences. Furthermore it is crucial to further research whether there are considerable differences between and impacts of certain types of tai chi, to then select and exercise the more effective ones.

In practice, this issue should be addressed mainly by informing and educating those affected.