Titelaufnahme

Titel
Junge Frauen innerhalb islamistisch fundamentalistischer Strukturen westlicher Gesellschaften
Weitere Titel
Young women inside of islamistic fundamentalistic Structures in western Societies
VerfasserHarlander, Mara
Betreuer / BetreuerinHofer, Manuela
Erschienen2017
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Jugendarbeit / Islamismus / Gender / Emanzipation / Desintegration
Schlagwörter (EN)Youth Work / Islamism / Gender / Emancipation / Desintegration
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit geht es um junge Menschen, die in westlichen Gesellschaften

aufwachsen, in Zusammenhang mit islamistischen Gruppierungen.

Es sind v.a. Jugendliche der zweiten und dritten Generation von Migrant*innen, welche sich auf

Identitätssuche befinden und dabei nach Halt und Anschluss im Zuge ihrer

Persönlichkeitsentwicklung suchen. Dabei befinden sie sich oft in einem Spannungsverhältnis

zwischen den Anforderungen des traditionellen Elternhauses und Wertvorstellungen der westlich

geprägten Gesellschaft. Um diese komplexen Radikalisierungsprozesse analysieren zu können,

werden gesellschaftstheoretische Dynamiken von Integration, Desintegration und Migration in den

Fokus genommen und aufbereitet. Der Genderaspekt wird dabei fokussiert, da sich die Arbeit im

Wesentlichen auf junge Frauen richtet. Die Rolle von Jungen Frauen soll im Zusammenhang mit

Migration und Islam skizziert werden, da diese oft nicht als eigenständig handelnde Akteur*innen

wahrgenommen, sondern oft nur durch Opferzuschreibungen im öffentlichen Diskurs sichtbar

werden. Aufgrund dessen wird eine Analyse vorgenommen, inwiefern Radikalisierungsprozesse

bei jungen Frauen mt Emanzipationsprozessen in Verbindung gebracht werden können.

Im Weiteren wird die Jugendarbeit in den Blick genommen, die im Wesentlichen zum Ziel hat,

junge Frauen und Männer soweit zu unterstuetzen, dass individuelle Interessen und Kompetenzen

akzeptiert sowie ausgebaut werden. Weiters fordert und fördert die Jugendarbeit gleichberechtigte,

gesellschaftliche Teilhabe Jugendlicher im Sinne von Partizipation. Jugendarbeiter*innen können

für sowohl weibliche als auch männliche Jugendliche Ressource und auch Vorbild in

Zusammenhang mit Rollenbildern, Gleichberechtigung und Akzeptanz sein. Im Zuge dessen wird

Jugendarbeit im Zusammenhang mit Radikalisierungsprozessen, Prävention und Emanzipation mit

gefährdeten Jugendlichen aufgeschlüsselt.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with young people in western societies who are in connection with islamistic

groups.

The focus is on young people of the second and third generation of migrants who in the search for

identity try to find affiliation and cohesion in the course of developing their personality. They are

often situated in a conflict of what is expected from their traditional parental home and the values of

western societies. In order to analyse those complex radicalization processes, socio-theoretical

dynamics of integration, disintegration and migration are taken into focus. Gender aspects are also

discussed since this paper is mainly focused on young women. The role of young women in the

context of migration and Islam is being examined since these young women are often only visible

through victim attributions in the public discourse, rather than being noticed as independent actors.

Radicalisation processes in relation to emancipation processes are therefore analysed. A further

focus will be given to youth work which primarily aims to accept and improve individual skills and

interests of young people. Furthermore, youth work challenges and supports equal participation for

young people in the society. Youth workers can be seen as a resource and also as a role model for

both female and male adolescents in relation to stereotypes, equality and acceptance. As a result

youth work is discussed in relation to radicalization processes, prevention and emancipation in the

context of vulnerable youth.