Titelaufnahme

Titel
Therapeutische Hypothermie nach erfolgreicher kardiopulmonaler Reanimation - : der Vergleich von therapeutischer Hypothermie und Normothermie
Weitere Titel
Therapeutic hypothermia after successful cardiopulmonary resuscitation - the comparison between therapeutic hypothermia and normothermia
VerfasserKaltseis, Miriam
Betreuer / BetreuerinGreger, Markus
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Herzstillstand / kardiopulmonale Reanimation / Hypothermie / Normothermie / Erwachsene / neurologisches Outcome
Schlagwörter (EN)cardiac arrest / cardiopulmonary resuscitation / hypothermia / normothermia / adults / neurological outcome
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: In Europa erleiden täglich 1.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand und müssen infolge wiederbelebt werden. Der Großteil der Überlebenden hat dauerhafte neurologische Beeinträchtigungen. Derzeit wird die therapeutische Hypothermie als Standardbehandlung nach der Reanimation angesehen, um das neurologische Outcome der Betroffenen zu verbessern. Einige Forscher behaupten, dass die Normothermie eine denkbare Alternative zur Hypothermie darstellt. Angehörige der Gesundheits- und Krankenpflege haben außerdem noch immer viel Bedenken bezüglich der Anwendung der Hypothermie.

Ziel: Ziel dieser Arbeit ist, die therapeutische Hypothermie mit der Normothermie bei Betroffenen nach der erfolgreichen kardiopulmonalen Reanimation in Bezug auf die Neuroprotektion zu vergleichen.

Methode: Um die Forschungsfrage der systematischen Literaturübersichtsarbeit zu beantworten, erfolgte eine Literaturrecheche in den Datenbanken Medline via Pubmed, CINAHL, Academic Search Elite, Cochrane Library und Science Direct. Durch selbstdefinierte Ein- und Ausschlusskriterien und mithilfe spezieller Beurteilungsbögen wurden schlussendlich zwölf Studien ausgewählt.

Ergebnisse: Die therapeutische Hypothermie führt zu einem Benefit im Bezug auf die Neuroprotektion nach der erfolgreichen kardiopulmonalen Reanimation. Allerdings ist das Erreichen eines guten neurologischen Outcomes auch durch die kontrollierte Normothermie bzw. lediglich durch das Vermeiden von Fieber möglich.

Diskussion: Sowohl das Fieber als auch die Komplikationen der Hypothermie begünstigen ein schlechtes neurologisches Outcome der Betroffenen. Außerdem wird behauptet, dass lediglich die Vermeidung von Fieber die Neuroprotektion bewirkt. In zukünftigen Studien soll deshalb die therapeutische Hypothermie mit der kontrollierten Normothermie verglichen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Every day in Europe 1.000 people undergo sudden cardiac arrest and therefore they have to be resuscitated. Most survivors get permanent neurological impairment. At present therapeutic hypothermia is the standard treatment after successful resuscitation. But several scientists say that normothermia is a possible alternative therapy for neuroprotection. Furthermore some nursing staff has strong doubts about the application of therapeutic hypothermia.

Aim: The aim of this paper is to compare the therapeutic hypothermia with normothermia in patients successfully resuscitated after cardiac arrest.

Methods: To answer the research question of this systematic review a literature research was taken in the database Medline via Pubmed, CINAHL, Academic Search Elite, Cochrane Library and ScienceDirect. Using predefined inclusion and exclusion criteria and special rating sheets, twelve studies were selected.

Results: The therapeutic hypothermia shows a benefit in neuroprotection after successful cardiopulmonary resuscitation. However, controlled normothermia or just the prevention of fever also improves the neurological recovery.

Conclusion: Fever as well as complications of hypothermia promotes a bad neurological outcome. In addition, researchers assert that only the prevention of fever effectuates neuroprotection. Therefore, future studies should compare the therapeutic hypothermia with the controlled normothermia.