Titelaufnahme

Titel
Der Gedanke als Wirkstoff - Eine systematische Analyse von Placebo- und Nocebo-Effekt mit Bezug auf die Pflege
Weitere Titel
The thought as an agent - A systematic analysis of placebo and nocebo effect in regard to nursing
VerfasserWinkler, Viktoria
GutachterSchweiger, Sabine
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Placebo / Nocebo / Erwartungshaltung / Vorerfahrung / Emotion / Nebenwirkungen / Voodoo-Tod / Kommunikation / Lebenseinstellung / Achtsamkeitsmeditation / Selbstheilungskraft
Schlagwörter (EN)placebo / nocebo / expectation / previous experience / emotion / side effects / voodoo-death / communication / view of life / mindfulness meditation / self-healing power
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Gedanken steuern den Körper. Sie können je nach Ausrichtung eine heilsame oder eine krankmachende Wirkung haben. Placebo- und Nocebo-Effekte werden durch Denkprozesse und damit einhergehende Gefühle sowie körperliche Mechanismen gesteuert. Sie lassen sich psychoneuroendokrinologisch nachweisen und sind durch zahlreiche Studien belegt. Beide Effekte können sich entscheidend am Verlauf und letztlich am Ergebnis von Therapien beteiligen. Für den Placebo-Effekt ist eine positive Wirkung, wie etwa die Schmerzlinderung, charakteristisch und für den Nocebo-Effekt eine negative, wie etwa die unerwünschte Nebenwirkung. Das Wissen über die für das Therapieergebnis förderlichen Faktoren, wie beispielsweise positive Erwartungshaltung, positiv geprägte Vorerfahrung und eine vertrauensvolle Beziehung können sich Pflegepersonen zu Nutze machen, um die Therapieeffizienz zu steigern. Das Erfassen von Faktoren, die für die Wirkung hinderlich sind, wie zum Beispiel eine negative Erwartungshaltung, eine negativ geprägte Vorerfahrung, Ängstlichkeit und Misstrauen kann vom Pflegepersonal ebenfalls eingesetzt werden, um Nocebo-Effekten vorzubeugen. Im Weiteren zeigt die Arbeit Fehlerquellen der verbalen und nonverbalen Kommunikation auf und stellt Möglichkeiten zur Aktivierung von Selbstheilungskräften vor, wie die Achtsamkeitsmeditation und eine optimistische Lebenseinstellung.

Zusammenfassung (Englisch)

Thoughts control the body. Depending on their orientation, they may have a healing or a morbid effect. Mental processes, associated with feelings and physical mechanisms, control placebo and nocebo effects. They are scientifically proven by numerous studies and it is possible to show them psychoneuroendocrinologically. Both effects can play an important role in the clinical course and in the outcome of therapies. The positive consequence, for instance pain relief, is characteristic for the placebo effect and the negative consequence, such as the adverse side effect, is a typical sign of the nocebo effect. Nursing staff can benefit from the knowledge about factors, which contribute to the positive outcome of the therapy, such as positive expectation, positive previous experience and a trusting relationship, to increase their therapeutic efficacy. The recognition of factors which hinder the effect, for example a negative expectation, a negative impression of previous experience, anxiety and distrust, can also be used by nursing staff to prevent nocebo effects. In addition, the work reveals mistakes in verbal and non-verbal communication and provides ways to activate the self-healing power of the patients, for example the mindfulness meditation and an optimistic view of life.