Titelaufnahme

Titel
Rehabilitation von Apraxie : Evidenzen für die ergotherapeutische Behandlung von ApraxiepatientInnen
Weitere Titel
Rehabilitation of Apraxia – Evidences concerning occupational therapy treatments for apraxia patients
VerfasserPodlesak, Birgit
GutachterErtelt-Bach, Veronika
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Apraxie / Rehabilitation / Intervention
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Apraxia / Rehabilitation / Intervention
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Apraxie ist ein neuropsychologisches Krankheitsbild, welches entweder nach einem Schlaganfall oder einem Schädelhirntrauma auftritt. Die Betroffenen sind entweder in ihrer Bewegungsplanung (Ideomotorische Apraxie) oder in ihrer Handlungsplanung (Ideatorische Apraxie) eingeschränkt. Dies äußert sich häufig in der Imitation von Gesten, der gezielten Ausführung von Bewegungen oder dem Gebrauch von Gegenständen. Da dies die Ausführung von Alltagsaktivitäten sehr stark beeinflusst, übernimmt die Ergotherapie einen wichtigen Teil in der Rehabilitation von ApraxiepatientInnen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Interventionsformen in der ergotherapeutischen Behandlung von ApraxiepatientInnen angewandt werden.

Methodik: Es handelt sich bei dieser Arbeit um ein Literatur-Review, welches sich auf sechs Studien bezieht. Für die Literaturrecherche wurden verschiedene Online-Datenbanken sowie die Bibliotheken unterschiedlicher Ergotherapie-Zeitschriften zwischen dem 19. Jänner und dem 5. März 2016 systematisch durchsucht. Die Auswahl der Studien erfolgte mittels eines fünfstufigen Verfahrens, durch welches ich drei quantitative Studien, eine qualitative Studie und zwei systematische Reviews erhielt.

Ergebnisse: Außer der qualitativen Studie beschäftigen sich alle Texte mit Interventionen, welche in der Rehabilitation von ApraxiepatientInnen zur Anwendung kommen. Die am häufigsten verwendeten Behandlungsformen sind Strategietraining, Gestentraining und funktionelle Ansätze. Außer in einer Studie konnte durch alle Interventionsformen eine Verbesserung der Defizite festgestellt werden.

Conclusio: Dieses Review bietet einen Überblick über verschiedene Interventionsformen, die durchaus in der Praxis umgesetzt werden können. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen die Ergebnisse nicht allein auf die Ergotherapie zurückzuführen sind. Zudem sollte man berücksichtigen, dass bei den meisten Studien die Langzeitwirkung der Therapie nicht erhoben wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Apraxia is a neuropsychological disorder caused by stroke or a traumatic brain injury. The affected people whether have difficulties in planning movements and carrying them out (ideomotor apraxia) or cannot sequence steps of a task correctly (ideational apraxia). They also might have problems in using tools appropriately or in imitating gestures. This influences the ADL-performance negatively. That’s the reason why occupational therapy has such an important role in apraxia rehabilitation.

The aim of this literature-review is to find out, which interventions are used in the occupational therapy rehabilitation of apraxia patients.

Methods: This literature-review contains three quantitative studies, one qualitative study and two systematic reviews. The research took place between the 19th of January and 5th of March 2016 in different databases and online-libraries of some OT-Journals. The selection of my studies was carried out in five steps.

Results: Except the qualitative study all texts contain information about the use of interventions for apraxia in occupational therapy. The most commonly used treatments are strategy-training, training of gestures and functional methods. All studies, except one, show improvements of the deficits.

Conclusions: This review provides a good overview over different interventions for apraxia patients, which can be useful for practical exercise. It has to be regarded that other therapies than occupational therapy took place at the same time. That’s the reason why the results cannot only be caused by occupational therapy. It is also important to consider that most of the studies didn’t prove long-term results.