Titelaufnahme

Titel
Zielerarbeitung in der Ergotherapie - : Herausforderungen und Hilfestellungen im Prozess der Zielerarbeitung
Weitere Titel
Goal development in Occupational Therapy - Challenges and support in the process of goal development
VerfasserHaslinger, Bettina
Betreuer / BetreuerinStadler-Grillmaier, Johanna
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Ziele / Zielerarbeitung
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Goals / Goal development
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Ergotherapeutische Fachliteratur beschreibt die Wichtigkeit der Zielerarbeitung und die dabei zu beachtenden Kriterien. Die Praxis zeigt aber, dass die Zielerarbeitung häufig nicht wie empfohlen umgesetzt wird, wodurch eine deutliche Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis entsteht.

Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Kriterien der Zielerarbeitung, mögliche Schwierigkeiten und Hilfen bei der Umsetzung aufzuzeigen. Bei klar definierten Schwierigkeiten, kann man beginnen Lösungen zu finden, welche in der Ausbildung und in Fortbildungen vermittelt werden können.

Methodisches Vorgehen: Im Hintergrund wird beschrieben, wie Ziele in der Ergotherapie erarbeitet werden sollen, welchen Schwierigkeiten man dabei laut Literatur begegnen kann, und welche Erkenntnisse aus Bezugswissenschaften hilfreich sein könnten. Der empirische Teil der Arbeit geht besonders auf Schwierigkeiten und eventuelle Hilfestellungen ein. Als Methode wurde die Durchführung einer Fokusgruppe mit erfahrenen ErgotherapeutInnen gewählt.

Ergebnisse: Die aus der Fokusgruppe gewonnen Ergebnisse weisen allgemeine und fachbereichs- und settingabhängige Schwierigkeiten auf. Dazu zählen beispielsweise zum einen der Zeitmangel oder unrealistische Ziele von Angehörigen, und zum anderen die oder hohe Medikationen und unsichere Aufenthaltsdauer der KlientInnen in der Psychiatrie. Zusätzlich zeigen die Ergebnisse Unterstützungsmöglichkeiten in der Zielerarbeitung auf, wie beispielsweise die Verwendung diverser Assessments und Modelle, oder die Formulierung von kleinen Zielen.

Conclusio: Diese Arbeit legt, ergänzend zur vorhandenen ergotherapeutischen Literatur, in der Praxis auftauchende Schwierigkeiten und Hilfen in der Zielerarbeitung dar. Es wäre sinnvoll weitere Fokusgruppen durchzuführen. Der Blick auf die Schwierigkeiten in der Praxis muss geschärft werden, um entsprechende Lösungen finden zu können, welche in weiterer Folge auf verschiedensten Wegen an ErgotherapeutInnen herangetragen werden müssen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Occupational literature describes the importance of goal development and criteria to be considered. Practice shows that goal development is often not implemented as recommended, which creates a clear discrepancy between theory and practice.

Objective: The aim of this thesis is to show up the criteria of goal development, possible difficulties and assisting strategies for implementation. If difficulties of implementation are clearly defined, it is possible to find solutions that can be conveyed through education and training.

Methodological approach: The background describes how goals should be developed in occupational therapies, difficulties that can be encountered, and possible helping tools from reference sciences. The empirical part is particularly concerned with difficulties and possible assistance. As a method, a focus group with experienced occupational therapists was selected.

Results: The results obtained from the focus group show difficulties which are general or dependent on special fields and settings. These include, for example, lack of time, unrealistic goals of relatives or high medications and uncertain length of stay of the clients in psychiatry. In addition, the results show support possibilities in goal development, such as the use of various assessments and models, or the formulation of short goals.

Conclusio: This thesis presents, in addition to existing occupational literature, practical difficulties and support in goal development. It would be useful to carry out further focus groups. People should pay more attention to the difficulties in practice in order to find appropriate solutions for them. This knowledge must then be passed on to occupational therapists in various ways.