Titelaufnahme

Titel
Evaluierung von MEMDA in Bezug auf die Anwendbarkeit des Programmes aus der Sicht der Mobilen ErgotherapeutInnen der Wiener Sozialdienste
Weitere Titel
Evaluation of the occupational therapy intervention programme MEMDA according to its users
VerfasserPöckl, Kathrin
GutachterGrundtner, Stefan
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Demenz / Hausbesuch / Intervention / Pflegende/r / Angehörige/r
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Dementia / Community-based / Intervention / Care giver / Relative/s
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Zahl der Menschen, die in Österreich an Demenz erkranken, ist im Steigen. Der Großteil von ihnen wird zu Hause von Angehörigen mit oder ohne Hilfe von Pflegepersonal betreut. In einer randomisiert kontrollierten Studie mit Menschen mit leichter bis mittelgradiger Demenz und deren Angehörigen und Betreuungspersonen bestätigte sich der positive Effekt von Ergotherapie im häuslichen Umfeld. Zusätzlich bekräftigt ein systematischer Review, dass ergotherapeutische Interventionen eine Heimeinweisung um eineinhalb Jahre verzögern können.

Ziel: Aufgrund dieser Evidenzen entwickelte die Mobile Ergotherapie der Wiener Sozialdienste ein gemeindenahes, ergotherapeutisches Interventionsprogramm für Menschen mit Demenz und deren Angehörige (MEMDA). Ziel dieser Bachelorarbeit ist das Programm in Bezug auf die Anwendbarkeit aus der Sicht der ErgotherapeutInnen zu evaluieren.

Methodik: Im Rahmen der vorliegenden Bachelorarbeit wurden zwei Fokusgruppen mit MitarbeiterInnen der Mobilen Ergotherapie durchgeführt. Mithilfe der Anwendung von Elementen der partizipativen Forschung wurden Stärken und Herausforderungen des Programmes MEMDA aus der Sicht der AnwenderInnen diskutiert und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Ergebnisse: Während der Diskussionen ergaben sich vier Themen, welche wie folgt kategorisiert werden: „Programm“, „Rahmenbedingungen“, „Angehörige“ und „Verbesserungsvorschläge“. Es stellte sich heraus, dass die ErgotherapeutInnen aufgrund der klaren Struktur und Flexibilität mit dem Programm, das den Fokus auf den Alltag der KlientInnen und deren Angehörigen ermöglicht, sehr zufrieden sind. Es gibt jedoch auch einige Rahmenbedingungen, die eine Herausforderung in der Anwendung von MEMDA darstellen. Die Diskrepanz zwischen Erwartungen und tatsächlicher Therapiedurchführung und -inhalte erschwert die Zusammenarbeit genauso wie unerwartete Veränderungen des Alltags der Angehörigen.

Conclusio: MEMDA ist ein strukturiertes Interventionsprogramm, das sich gut für ergotherapeutische Hausbesuche bei Menschen mit Demenz eignet.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The number of people in Austria suffering from dementia is rising, with most of them being cared for at home. A randomised controlled trial of people with mild to moderate dementia and their care givers, confirmed the positive effect of community-based occupational therapy. Additionally, there is a systematic review which validates that any institutionalisation of an individual can be delayed by up to one and a half years.

Aim: Due to this evidence, a group of employees of the Mobile Ergotherapie der Wiener Sozialdienste developed a community-based occupational therapy intervention programme for people with dementia and their relatives (MEMDA). It is the aim of this bachelor thesis to evaluate this programme with regard to its applicability from the occupational therapist’s point of view.

Method: Two focus groups were held with employees of the Mobile Ergotherapie. Using parts of the participatory research, strengths and challenges of the programme were evaluated and possibilities for improvement were developed.

Results: During the discussions, four main categories emerged i.e. “programme”, “general conditions”, “care givers” and “possible improvement”. The occupational therapists are very satisfied with the clear structure and flexibility of the programme, which places the focus on the daily routines of the clients and their care givers. However, some conditions in the community-based occupational therapy for people with dementia are a challenge when working with MEMDA. The gap between expectations and the actual process of the therapy and its content makes collaboration difficult.

Conclusion: On the whole, MEMDA is a structured intervention programme which is well-suited for community-based occupational therapy for clients with dementia.