Titelaufnahme

Titel
Möglichkeiten zur Adaptierung der physischen und sensorischen Umwelt von Menschen mit Demenz im institutionellen Setting - Ein Scoping-Review
Weitere Titel
Possibilities for Adapting the Physical and Sensory Environment of People with Dementia in Institutional Settings – a Scoping Review
VerfasserPodlesak, Birgit
GutachterSchwab, Petra
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Demenz / Physische Umwelt / Sensorische Umwelt / Institutionelles Setting
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Dementia / Physical Environment / Sensory Environment / Institutional Setting
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Demenz ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung des Gehirns, welche die Kognition, das Verhalten, die soziale Interaktion sowie die Alltagsfähigkeiten der Betroffenen negativ beeinflusst. Da in Österreich etwa 100.000 Personen an einer demenziellen Erkrankung leiden und das Vorkommen stetig steigt, ist es wichtig, dass sich die Ergotherapie intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt. Die Person, ihre Umwelt und ihre Betätigung sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb ist die Umweltgestaltung eine wichtige Intervention der Ergotherapie, da dadurch Betätigung ermöglicht wird. Eine gezielte Adaptierung der Umwelt kann Menschen mit Demenz in ihrem Alltag unterstützen.

Methodik: Es handelt sich bei dieser Arbeit um ein Scoping-Review, für dessen Recherche im Zeitraum von 16. September bis 8. Dezember 2016 verschiedene Online-Datenbanken, diverse Bibliotheken sowie die Suchmaschine Google systematisch durchsucht wurden. Ein siebenstufiges Auswahlverfahren betraf acht Bücher, siebzehn Studien, neun Internetquellen und sechs Beiträge aus der Ratgeberliteratur.

Ergebnisse: Umweltadaptierungen verbessern die räumliche und zeitliche Orientierung, die ADL-Funktionen, die soziale Interaktion sowie die Kommunikation, erhöhen die Sicherheit in der Institution, ermöglichen bedeutungsvolle Betätigungen und gefahrloses Umherwandern, verringern die Fluchtbereitschaft und sprechen die Sinne an. Dadurch

können positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden, das Verhalten und die Selbständigkeit von Menschen mit Demenz erzielt werden.

Conclusio: Das Scoping-Review bietet einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten zur Umweltadaptierung von Menschen mit Demenz im institutionellen Setting, die für die Umsetzung in der Praxis bedeutend sind. Für die zukünftige Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist es wichtig, den Zusammenhang zwischen physischer, sensorischer und sozialer Umwelt zu erforschen sowie Überschneidungen mit dem häuslichen Setting aufzuzeigen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Dementia is a chronical brain-disease, which affects the cognition, the behavior, the social interaction and the ability to participate in activities of daily living in a negative way. In Austria there are about 100.000 people suffering from dementia and the numbers are increasing. Therefore, there is a need for occupational therapy to look closely on this subject. A person and his/her occupation along with his/her environment are connected and influencing each other. This is why environmental adaptations are a very important principle of occupational therapy as occupation is enabled through this. A purposeful adaption of the environment can support people with dementia in their daily living.

Methods: The research for this scoping review took place between the 16th of September 2016 and the 8th of December 2016 in different databases, libraries and the search engine Google. Eight books, seventeen studies, nine internet sources and six guiding literature were selected through a seven-step process.

Results: Environmental adaptations can improve the orientation in space and time, the ADL-functions, the social interactions as well as the communication. To this it adds the increase of the security in the institution, the enabling of meaningful occupations and safe wandering and the decrease of escaping behavior and the stimulation of different senses. Through that positive outcomes of the well-being, the behavior and the independence of people with dementia could be achieved.

Conclusions: This scoping review offers an overview of different opportunities for

adaptions of the environment for people with dementia in the institutional setting, which

are relevant for practice. Future studies should consider the connection between the

physical, sensory and social environment and try to show overlaps with the domestic

setting.