Titelaufnahme

Titel
Interprofessionelle Prozesse in der Therapie von Reizdarmpatient*innen aus diätologischer Sicht – eine Gegenüberstellung
Weitere Titel
Interprofessional collaboration in the therapy of patients with irritable bowel syndrome from a dietary perspective - a comparison
VerfasserWenzl, Carina
Betreuer / BetreuerinRichter, Silvia
Erschienen2017
Datum der AbgabeJuni 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Interprofessionelle Zusammenarbeit / Reizdarmsyndrom
Schlagwörter (EN)Dietetics / Interprofessional collaboration / irritable bowel syndrome
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Eine übergreifende Zusammenarbeit von Diätolog*innen und anderen Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen (Mediziner*innen, Psychotherapeut*innen und eventuell Personen aus dem Pflegesektor) im Sinne einer interprofessionellen Prozessgestaltung birgt das Potenzial einer lohnenswerten Versorgung von Reizdarmpatient*innen.

Ziel dieser zweiten Bachelorarbeit ist es, aus dem Vergleich zweier interprofessioneller Prozesse die wesentlichsten Merkmale einer interprofessionellen Arbeitsweise bei der Behandlung von Reizdarmpatient*innen herauszuarbeiten. Der Vergleich, der aus den Interviews hervorgeht, zeigt generell sehr unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen zum Thema interprofessionelle Zusammenarbeit bei der Behandlung von RDS-Patient*innen auf. Die einschlägigste Gemeinsamkeit der beiden Institutionen ist, dass der Startschuss von interprofessionellen Prozessen definitiv durch eine überzeugte Haltung und den Glauben an die Sinnhaftigkeit eines Miteinanders gelegt wird. Die größten Differenzen sind in Punkto Kommunikation zu verzeichnen. Während es in der ersten Institution eine tägliche Besprechung aller Berufsgruppen gibt, kommunizieren die Berufsgruppen der zweiten Institution primär über E-Mail, Telefon und den Dokumentationen.

Das zweite Ziel dieser Arbeit, welches gemeinsam mit meiner Studienkollegin Kamila Pomej erarbeitet wird, besteht darin zu klären, welche krankheitsbildunabhängigen Schlüsselmerkmale zum Funktionieren von interprofessionellen Prozessen beitragen. Die Ergebnisse demonstrieren, dass die Grundvoraussetzung für die Entstehung sowie das kontinuierliche Bestehen von interprofessionellen Prozessen darin liegen muss, dass in der jeweiligen Institution ein übergeordnetes, gemeinsames Ziel im Sinne eines ganzheitlichen Betreuungsansatzes von allen Teammitgliedern verinnerlicht und gelebt werden muss. In welcher Sequenz und mit welchem Kommunikationsmittel innerhalb des interprofessionellen Teams interagiert wird, spielt hierbei keine wesentliche Rolle.

Zusammenfassung (Englisch)

Interprofessional collaboration between dieticians and other health workers from different professions represents an opportunity to reconsider the traditional means of health care delivery and as a consequence it is necessary to strengthen health system performance and improve health outcomes.

The goal of this bachelor thesis is to deliver a „best practice model“ of interprofessional collaboration treating patients with irritable bowel syndrome.

For that purpose, experts (dieticians, doctors, psychologists, hospital nurses) from two different institutions have been interviewed regarding their views on how interprofessional collaboration. in their institution works (concerning the treatment of people with irritable bowel syndrome).

Subsequently, my results were compared with those from my colleague, who has also interviewed experts concerning this topic, but with another clinical picture.

All experts think that collaborative practice only can happen when every member of the team really wants to learn about, from and with each other and when they all work together open minded and with a truly common goal in order to deliver the highest quality of care. Furthermore, it is important that every single member of the team has some special skills to work with each other.

Last but not least, the doctor plays an important role in starting, initiating and leading the process.